Flug umgeleitet: Badr Airlines musste in Ägypten landen.

Erinnerung an BelarusFlug nach Ägypten umgeleitet - Aktivist festgenommen

Eine Boeing 737 von Badr Airlines landete wegen eines angeblichen Alarms außerplanmäßig in Luxor. Nach der Landung nahmen die ägyptischen Behörden einen Aktivisten fest, der sich an Bord befunden hatte.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Eigentlich sollte die Reise von der sudanesischen Hauptstadt Khartum nonstop nach Istanbul gehen. Doch Flug J4-690 von Badr Airlines machte am Mittwochnachmittag (12. Januar) eine unerwartete Zwischenlandung in Luxor. Sicherheitskräfte Ägyptens nahmen unmittelbar nach der Landung einen Aktivisten fest.

Der Fluggesellschaft zufolge musste der Flug aufgrund einer Rauchmeldung im Frachtbereich aus Sicherheitsgründen in Ägypten zwischenlanden. Die knapp 15 Jahre alte Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen OM-LEX wird von der slowakischen Air Explore für die sudanesische Badr Airlines betrieben.

Rauchmeldung war Fehlalarm

Nach der Landung wurden bei einer Inspektion keine Spuren von Rauch oder Feuer im Frachtraum entdeckt. Was den Alarm ausgelöst haben soll, ist unklar. In einer Stellungnahme spricht die Airline von einem Fehlalarm.

Menschenrechtsbeobachter zweifeln jedoch an der Darstellung der Fluggesellschaft. Denn ägyptische Sicherheitskräfte handelten umgehend und nahmen am Flughafen Luxor den Aktivisten Hossam Menoufy Mahmoud Sallam fest, so das Netzwerk We Record. Die Behörden wussten offenbar Bescheid, dass er sich an Bord befand. Die Fluggesellschaft wiederum behauptet, dass es erst Stunden später beim Boarding des Weiterfluges zu der Festnahme gekommen sei.

Airline schickt Ersatzflugzeug

Obwohl es sich laut Badr Airlines um einen harmlosen Fehlalarm gehandelt haben soll, führte die Boeing 737 ihren Flug nach Istanbul aber nicht weiter. Die Fluggäste mussten in Luxor warten, bis die Fluggesellschaft ein Ersatzflugzeug schickte, das Flugverfolgungsdiensten zufolge etwa sieben Stunden später am Flughafen eintraf.

Das ursprünglich betroffene Flugzeug sei am Folgetag zur Wartung nach Bratislava geflogen worden, so Badr Airlines. Die Airline erklärt in einer späteren Stellungnahme, dass sie im Interesse der Sicherheit gehandelt habe, und nichts mit der Festnahme des Passagiers zu tun hat.

Vorfall erinnert an Eingriff von Belarus

Der Ablauf des Vorfalls hat eine große Ähnlichkeit mit einem Zwischenfall vom Mai 2021, bei dem Belarus eine Bombendrohung erfand, um einen Ryanair-Flug von Griechenland nach Litauen zur Landung in Minsk zu zwingen. Kaum am Boden, wurde ein Regierungskritiker festgenommen.

Der Eingriff in den zivilen Luftverkehr der belarussischen Behörden sorgte für großes internationales Aufsehen. Die Europäische Union reagierte mit harten Sanktionen gegen das autokratisch geführte Land, welche unter anderem die staatliche Fluggesellschaft Belavia betreffen.

Mehr zum Thema

Eine Ryanair Boeing 737: Durchgeführt wurde der Flug von der polnischen Tochter Ryanair Sun.

Weißrussland zwingt Ryanair-Flug zur Landung

Lufthansa Airbus A319: Flug LH1487 wurde in der weißrussischen Hauptstadt durchsucht.

Weißrusslands Behörden durchsuchen A319 von Lufthansa

Lot Boeing 737: Das Flugzeug wurde vor dem Start in St. Petersburg von Behörden aufgehalten.

Russland stoppt Abflug und nimmt Oppositionellen fest

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies