Finavia-Hauptsitz: Der Konzern muss sparen.

Esten sollen Finnland überwachen

Kostensparmaßnahme der anderen Art: Die finnische Regierung will den Luftraum vom Nachbarland Estland aus kontrollieren lassen.

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/span>Das finnische Luftfahrtunternehmen Finavia muss sparen. Die EU-Kommission verlangt eine Effizienzsteigerung von 1,7 Prozent im Jahr. Das Staatsunternehmen, welches insgesamt 25 der 28 Flughäfen im Land kontrolliert, nahm daher seinen Betrieb genau unter die Lupe. Es denkt nun über Outsourcing nach. Doch das soll nicht etwa mit einem Dienstleister im eigenen Land geschehen. Finavia will Teile seiner Arbeiten nach Estland verlagern.

Die Prüfung habe ergeben, dass es Sinn mache, die Navigation ziviler Flugzeuge ins südliche Nachbarland auszulagern. Estnisch ist eine dem Finnischen nahe verwandte Sprache. Deshalb gäbe es durch die Maßnahme zumindest kaum Verständigungsprobleme. Zudem ist sowieso Englisch die Verkehrssprache.

Finale Entscheidung steht aus

Für die 38 bisherigen Lotsen sind es schlechte Nachrichten. 28 Jobs würden durch die Auslagerung überflüssig. Die restlichen zehn wären laut einem Bericht des Nachrichtenportals Baltic Business News für die militärische Navigation verantwortlich.

Eine finale Entscheidung traf die Behörde noch nicht. Die Verlagerung der Dienstleistungen würde aber massive Einsparungen bringen, so Finavia. Die Löhne in Estland sind wesentlich tiefer als die in Finnland. Sollte es zum Outsourcing kommen, dann würden von Estland aus in Zukunft wichtige Informationen wie Wetter oder Verkehrsdaten anderer Flugzeuge an die Piloten weitergegeben.

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