Flugkapitän: Übermäßiger Konsum ist bei Piloten insgesamt seltener als beim rest der Bevölkerung.

AlkoholmissbrauchFinnair-Pilot mit 1,5 Promille gestoppt

Ein Pilot der finnischen Airline meldete sich volltrunken zum Dienst. Nun hat das für ihn einschneidende Konsequenzen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Mit 1,5 Promille sollte man definitiv kein Verkehrsmittel mehr bedienen – erst recht keines, in dem Dutzende von Menschen sitzen. Doch ein Flugkapitän von Finnair hatte das am vergangenen Mittwoch (15. August) vor. Er meldete sich zum Dienst für einen Flug von Helsinki nach Rom, obwohl er betrunken war. Dies hat die Fluggesellschaft bestätigt.

Arbeitskollegen bemerkten allerdings, dass mit dem Piloten etwas nicht stimmte. Sie haben ihn darum laut dem Radiosender Yle bei den Behörden gemeldet. Daraufhin wurde bei dem Mann ein Atemtest durchgeführt, der den Verdacht auf Alkohol bestätigte. Der Pilot befand sich zu jenem Zeitpunkt noch nicht im Cockpit. Der Flug verspätete sich danach um etwa eine Stunde, weil eine neue Crew gefunden werden musste.

Pilot wurde entlassen

Laut einem Sprecher von Finnair wurde der Pilot sofort entlassen. Solche Zwischenfälle seien sehr selten, aber wenn sie vorkämen, gebe es keine Toleranz. Das Arbeitsverhältnis werde immer umgehend beendet. Zudem sei eine Untersuchung eingeleitet worden, so der Sprecher weiter.

Allgemein kommt es ab und an zu Zwischenfällen, in denen das fliegende Personal wegen Alkoholmissbrauchs erwischt wird. 2016 sorgte ein Fall von Air Transat in Schottland für Aufsehen, als die Polizei beide Piloten wegen Trunkenheit im Cockpit festnahm. Erst in diesem März wurde ein Kopilot von Tap in Stuttgart festgenommen, weil er alkoholisiert im Cockpit saß.

Weniger Alkoholmissbrauch, gleich viel Konsum

Hans-Werner Teichmüller glaubt, dass zwar bei Piloten genauso oft getrunken wird wie allen anderen Bürgern. Bei ihnen liege «ungefähr die gleiche prozentuale Häufigkeit von Alkoholgenuss vor wie bei der Gesamtbevölkerung. Alkohol ist in Mitteleuropa nun mal gesellschaftlich akzeptiert», so der Präsident des Deutschen Fliegerarztverbandes, in dem die flugmedizinischen Sachverständigen zusammengeschlossen sind, vor einiger Zeit im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Der Experte glaubt aber auch, dass übermäßiger Konsum bei Piloten insgesamt seltener sei. «Wegen des erhöhten Risikos, den Job zu verlieren», begründete Teichmüller .

Mehr zum Thema

Griff zum Glas: Die meisten Piloten sind sich ihrer Verantwortung bewusst.

Wenn Piloten zu viel trinken

Whisky: Die Crew trank zwei Flaschen.

Betrunkener Kopilot: «Froh, dass Polizei uns stoppte»

Flughafenmitarbeiter sollen zum Alkoholtest

Flughafenmitarbeiter sollen zum Alkoholtest

A350 von Finnair: Die Finnen nehmen Kurs auf Australien.

Finnair kündigt 15.200 Kilometer lange Route nach Australien an

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies