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Orders für 60 neue Flugzeuge

Finnair hat noch lange nicht genug von Asien

Die Airline baut ihr Geschäftsmodell als Asien-Zubringer aus. Dazu kauft Finnair neue Flugzeuge und baut die Flotte auf 100 Flieger aus.

aeroTELEGRAPH

Airbus A330 von Finnair: Die Fluglinie will bis zu vier Milliarden Euro in neue Flugzeuge investieren.

Ein Blick auf das interkontinentale Streckennetz von Finnair verrät schnell, welche Strategie die Fluglinie seit ihrem Umbau Anfang des Jahrzehnts verfolgt: Mit ihrem Drehkreuz Helsinki-Vantaa positioniert sie sich als Brücke zwischen Europa und Asien. Die Lage der finnischen Hauptstadt am nordöstlichen Rand von Europa soll gegenüber anderen europäischen Drehkreuzen einen Zeitvorteil bringen.

Auf diesen geografischen Vorteil möchte Finnair auch in Zukunft setzen. Bei der Präsentation der Geschäftszahlen für die letzten zwölf Monate kündigte Vorstandsvorsitzender Topi Manner am Dienstag (12. November) an, das Engagement Richtung Asien zu verdoppeln. Er will dabei die Kapazitäten auf bestehenden Asien-Routen erhöhen und weniger auf neue Strecken setzen.

Ein Fünftel mehr Flugzeuge in fünf Jahren

Doch dafür braucht es auch mehr Flugzeuge. Die Fluggesellschaft plant, ihre Flotte in den nächsten fünf Jahren von derzeit 83 Flugzeugen auf 100 zu vergrößern. Neben neuen Langstreckenflugzeugen sollen auch zusätzliche Kurz- und Mittelstreckenflieger hinzukommen. Sie sind als Zubringer für die Interkontinentalrouten essenziell.

Aktuell besteht die Kontinentalflotte von Finnair aus 61 Flugzeugen, darunter Jets der Airbus-A320-Familie, Embraer E190 und ATR 72 (betrieben von Norra). Bis 2025 sollen es 70 Flieger sein. Bei den Langstreckenflugzeugen soll die Anzahl von 22 auf 30 steigen. Dort sind bisher Airbus A330 und A350 im Einsatz. In den nächsten beiden Jahren plant Finnair die Übernahme fünf weiterer A350.

Zum Großteil Ersatz für alternde Flugzeuge

Doch Finnair will die Flotte nicht nur mit mindestens 17 Flugzeugen ausbauen. Die Fluglinie will auch ältere Flieger ersetzen und wird deshalb insgesamt 60 neue Jets ordern. Sie investiert zwischen 3,5 und 4 Milliarden Euro in den Flottenaus- und -umbau.

 

 

 



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