Dreamliner von Boeing: Ready for Takeoff.

Dreamliner darf wieder abheben

Boeing erhielt grünes Licht für die Batterielösung der B787. Doch ein Wunsch bleibt dem Flugzeugbauer noch verwehrt.

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Das lang ersehnte Okay aus Washington traf nun ein. Die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Aviation Authority erteilte am Freitagabend (19. April) Boeings Lösung für die Probleme mit den Batterien des Hilfsaggregates des Dreamliners ihren Segen. Sie akzeptierte die Konstruktionsänderungen, die der Flugzeugbauer vorgeschlagen hatte, um Brände im Bauteil zu verhindern. In den nächsten Tagen wird Boeing nun detaillierte Anweisungen an die acht Fluggesellschaften ausgeben, welche bereits B787 im Einsatz hatten, bevor diese am 16. Januar aufgrund von Sicherheitsbedenken gegroundet wurden. «Das erlaubt uns den Prozess anzuschieben, der zur Wiederinbetriebssetzung des Dreamliners führt», kommentierte Boeing-Chef Jim McNerney.

So gut die Nachricht für Boeing auch ist. Einen Wermutstropfen enthält sie dennoch. Die FAA beließ zwar die so genannte Etops-Zertifizierung auf 180 Minuten, schloss eine Erhöhung aber vorderhand aus. Die spezielle Regel – Etops steht für Extended-range Twin-engine Operation Performance Standards – besteht für zweistrahlige Flugzeuge und legt fest, wie weit Flugzeugtypen in welchen Konfigurationen auf einem Flug maximal vom nächsten Flughafen entfernt sein dürfen. Etops 180 bedeutet, dass der Dreamliner nie länger als drei Stunden über abgelegenes Gebiet fliegen darf. Boeing hatte vor dem Grounding aber fest damit gerechnet, bald die Zertifizierung Etops 330 zu erhalten.

Umgehender Beginn der Reparaturen

Etops 330 hätte auch sehr lange Direktflüge über Meere ermöglicht. Und so wäre diese Zertifizierung auch ein zusätzliches Verkaufsargument für den Dreamliner. Der Airbus A330 besitzt derzeit ein Etops-240-Zertifikat, die B777-200ER, -LR und B777-300ER eines von 330 Minuten.

Doch vorerst geht es einfach darum, die Dreamliner schnell wieder in die Luft zu kriegen. Auch ausländische Behörden müssen die Lösung aber noch akzeptieren. Nach dem Okay der FAA dürfte das indes nur noch Formsache sein. Zusammen mit All Nippon Airways, Japan Airlines, Air India, Ethiopian Airlines, Lan, Lot, Qatar und United wird Boeing dann umgehend die Reparaturen an den fünfzig bereits ausgelieferten B787 vornehmen. Dies kann nochmals einige Wochen dauern. United rechnet mit einem Neustart Ende Mai, Qatar will bereits Mitte Mai wieder mit dem Dreamliner abheben.

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