Ein britischer Unternehmer will mit Embraer-Fliegern vom belgischen Antwerpen aus Businessrouten bedienen. Auch Ziele in Deutschland und der Schweiz soll die <a href="https://www.aerotelegraph.com/extrajet-antwerpen-neue-regionalairline-sieht-corona-als-chance" target="_blank" rel="noopener">künftige Fluglinie Extrajet</a> ansteuern. Der geplante Start im März 2020 fiel aufgrund der Corona-Krise aus. Nun könnte es 2021 so weit sein.

Extrajet aus AntwerpenNeue Regionalairline sieht Corona als Chance

Ein Unternehmer plant eine neue Regionalairline in Antwerpen. Mit Embraer E170 soll Extrajet auch Ziele in Deutschland und der Schweiz ansteuern.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

James Thorpe ist Unternehmer. «Ich war seit ich 15 Jahre alt bin immer selbstständig», erzählt er. Unter vielem anderem baute er nach eigenen Angaben in Dänemark den weltgrößten Produzenten und Großhändler für Weihnachtsbäume auf und in Südamerika ein Aufforstungsprojekt zur Neutralisierung von Treibhausgasen. Doch seit vier Jahren hat er einen anderen Traum. Der Brite will eine neue Regionalairline in die Luft bringen.

Immer wieder musste Thorpe den Start seiner Extrajet aber verschieben. Zuerst erkrankte seine Frau an Brustkrebs und verstarb. Danach musste er sich um seine vier Kinder kümmern. Im März 2020 wollte er endlich starten - doch dann kam Covid-19.

Attraktive Preise

Jetzt aber arbeitet der Brite wieder mit Volldampf am Projekt. So sucht er etwa schon Flugbegleiter und Piloten. «Wir haben keine Verluste, keine Schulden und keine Verbindlichkeiten. Alles ist vorhanden, um unseren Betrieb aufzunehmen», sagt er. Das sei eine große Chance.

Der Unternehmer will mit Extrajet von Antwerpen aus Businessrouten zwei Mal täglich bedienen, auf denen er attraktive Preise verlangen kann. «300 Euro und mehr», so Thorpe. Auch Ziele in Deutschland und der Schweiz sollen angesteuert werden.

Fusion mit Malteser Gesellschaft

Auch beim Flugzeug hat er sich festgelegt. «Wir werden mit Embraer E170 fliegen», sagt Thorpe. Die Regionalflieger seien günstig zu fliegen und günstig zu haben. «Businessreisende bevorzugen Jets», erklärt er mit Blick auf Air Antwerp, die Ähnliches in der belgischen Stadt bereits anbietet, aber mit Fokker 50 - also Propellerfliegern - fliegt.

Die Flüge von Extrajet sollen von einer Fluggesellschaft aus Malta unter deren Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) durchgeführt werden. Das erlaube es, die Kosten tief zu halten. Mit einer Auslastung von 50 Prozent und Ticketpreisen von 300 Euro pro Strecke sei man  schon profitabel, so Thorpe.

Corona-Krise als Chance

Jetzt plant Thorpe einen indirekten Börsengang über die Fusion mit einem an der amerikanischen Börse Nasdaq gelisteten, nicht mehr aktiven Unternehmen. Über den Kapitalmarkt will er dann 25 Millionen Dollar einsammeln, um den Betrieb zu starten. Selbst hat Thorpe nach eigenen Angaben bereits 500.000 Pfund in Extrajet investiert.

Die Corona-Krise hält ihn nicht zurück. Eine gute Idee verliere «wegen eines vorübergehenden Notfalls nicht ihre Stärke», sagt er. So gebe es sogar Vorteile. Mitarbeiter seien einfacher zu finden und Flugzeuge günstiger als vorher. Zudem seien gewisse Routen von anderen aufgegeben worden. «Die Welt wird bald zur Normalität zurückkehren, und die Menschen werden wieder reisen müssen, wahrscheinlich mehr als je zuvor», so Thorpe.

Mehr zum Thema

Flugzeug: Derzeit günstig zu haben.

Die Corona-Krise könnte neue Airlines hervorbringen

Das erste und letzte Flugzeug von Air Antwerp: Die Fokker 50 trug das Kennzeichen OO-VLS.

Air Antwerp legt Blitzstart hin

ATR 72 von BRA Braathens Regional: Die Airlines setzt voll auf das Turbopropmodell.

Regionalairline Braathens stellt alle Flüge ein

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack