Ladeplan der Boeing 747-400 M von Eva Air: Platz für sieben Paletten.

Boeing 747-400MEva Air verabschiedet Spezial-Jumbo

Die Boeing 747-400 Combi besticht durch Flexibilität. Auch auf dem Hauptdeck hat sie Platz für Fracht. Immer mehr Fluglinien flotten sie aber aus - zuletzt Eva Air.

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Es sieht aus wie ein Jumbo-Jet. Aber es ist kein normaler Jumbo-Jet. Hinter der Tragfläche auf der linken Rumpfseite befindet sich eine überdimensionierte Tür. Und das genau verrät auch, was diese Boeing 747-400 kann, was andere nicht können. Die 747-400 Combi oder 747-400M hat auch auf dem Passagierdeck Platz für sieben Frachtpalletten. Und um diese einzuladen, ist auch das 3,4 auf 3,0 Meter große Frachttor auf dem Hauptdeck eingelassen.

Die Flexibilität im Einsatz – mit Fracht wenn großer Bedarf da ist, ohne wenn mehr Passagiere transportiert werden müssen – machten die 747-400 Combi attraktiv. 1989 hatte das Modell seinen Erstflug. Es wurde von diversen Fluggesellschaften gekauft. Erstkundin war KLM. Insgesamt 61 Boeing 747-400 wurden gebaut. Die spezielle Jumbo-Variante konnte 295 Kubikmeter Fracht aufnehmen - 125 Kubikmeter mehr als eine normale Boeing 747-400 und sie ohne Zwischenstopp 13.360 Kilometer weit transportieren.

Platz für 276 Passagiere

Nach und nach wird die spezielle Jumbo-Variante aber außer Betrieb gesetzt. Am 5. Januar hat nun Eva Air ihre letzte Maschine verabschiedet. Sie flog von Taipei nach Macau. Die 19-jährige Maschine wird verkauft.

Einst hatte die Fluggesellschaft aus Taiwan zehn solcher flexiblen Jumbos in der Flotte. Wurde der Zusatzfrachtraum genutzt, passten in die Boeing 747 Combi von Eva Air 276 Passagiere. 28 davon saßen im Oberdeck in der ersten Klasse, 86 unten in der Business und 162 dahinter in der Economy – und vor dem Zusatzfrachtraum.

Auch KLM flottet Boeing 747-400 Combi aus

Jetzt hat nur noch KLM die Boeing 747-400 Combi im regulären Einsatz. Doch auch die Niederländer werden sie ausflotten. Zwischen 2016 und 2020 werden die 747-400M außer Betrieb gesetzt.

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