Privater Drohnen-Pilot: Sie wissen oft nicht, wie gefährlich ihre Spielzeuge sein können.

Schutz von PassagierflugzeugenEU arbeitet an Drohnen-Regeln

Immer öfter kommt es zu gefährlichen Begegnungen zwischen Drohnen und Passagierflugzeugen. Deshalb will die EU nun Maßnahmen ergreifen, um Unfälle zu verhindern. Etwa durch technische Tricks, die Drohnen automatisch ausschalten.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Spätestens bei der internationalen Funkausstellung IFA in Berlin wird klar: Drohnen sind das neue Lieblingsspielzeug technikaffiner Erwachsener. Schon für 25 Euro kann man sich einen kleinen Quadrokopter kaufen. Die Schattenseite des Trends: Die Spielzeuge stellen eine Gefahr für die Luftfahrt dar. Immer häufiger berichten Piloten von Begegnungen mit Drohnen, die auch böse hätten enden können – so etwa ein Lufthansa-Flieger, dessen Piloten im Juli bei der Landung in Warschau einem solchen Fluggerät sehr nahe kamen.

Die EU will nun handeln. «Drohnen-Unfälle werden geschehen», hieß es von der Kommission schon vor einigen Monaten. Jetzt wollen die Behörden sich entsprechende Regeln zur Verhinderung überlegen. Die Flugsicherheitsbehörde Easa hat daher den Auftrag erhalten, ein Regelwerk für die Nutzung ziviler Drohnen zu entwerfen. Mögliche Lösungen könnten technischer Natur sein. So könnte man die Drohnen etwa mit Software ausstatten, die dafür sorgt, dass sie in gefährlichen Zonen gar nicht funktionieren.

Zivile Nutzer of schlecht informiert

Man fokussiert sich auf die zivile Nutzung, weil die Freizeit-Piloten diejenigen sind, die in den wenigsten Fällen über die Luftfahrt-Regeln wirklich bescheid wissen. Ihnen muss man klar machen, dass sie eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen können. Ein weiteres Problem: Die Flugzeugbauer haben keine Ahnung, wie sich eine mögliche Kollision mit einer Drohne auf ein Flugzeug auswirkt. Genauso wie Vogelschläge würden diese Unfälle in den kritischen Flugphasen wie Start und Landung geschehen. Flugzeug-Triebwerke und Rümpfe werden auf die Auswirkungen von Vogelschlag getestet – mit Drohnen ist das nicht der Fall.

Wie Klaus-Dieter Scheurle, Chef der deutschen Flugsicherheitsbehörde, Ende August der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, fordert seine Behörde daher eine Registrierungspflicht für Drohnen. Bisher gibt es diese mit einigen Einschränkungen – in Berlin etwa muss man sich anmelden, wenn man sein Fluggerät über 30 Meter hoch fliegen lässt. Doch die Anzahl der Leute, die das tun, ohne sich zu registrieren, sei enorm hoch. Eine generelle Pflicht, sich als Drohnenbesitzer anzumelden, sei daher besser.

Mögliche Waffen von Terroristen

Auch die US-Behörden beschäftigen sich mit dem Thema. Seit Mitte 2014 sind der Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration FAA Hunderte Zwischenfälle gemeldet worden. Schon vor einigen Monaten warnte die Behörde daher, es sei nur eine Frage der Zeit, bis wirklich etwas geschehe. Inzwischen gelangen im Schnitt zwei Meldungen pro Tag zur FAA.

Noch mehr Sorgen bereitet den Amerikanern, dass man Drohnen auch böswillig als Terrorinstrument einsetzen könne.  «Viele dieser Zwischenfälle geschehen ohne böse Absicht», heißt es in dem Schreiben. Doch man müsse dennoch davon ausgehen, dass «Gegner» der USA sie für ihre Zwecke nutzen und zu Waffen umfunktionieren, mit denen sie gezielt Flugzeuge zerstören wollen.

Mehr zum Thema

Boeing 787-9 von Lufthansa: Die Fluglinie steht in der Kritik.

Bericht wirft Lufthansa heikle Tankpraxis und Routenplanung vor

Ballon in der Luft: Ballonfahren ist noch gefährlicher als fliegen in Kleinflugzeugen.

Warum Ballonfahrten gefährlicher sind als Flüge im Flugzeug oder Hubschrauber

Pilot in einem leeren Ryanair-Flugzeug: Die Sicherheitshinweise sorgen für Diskussionen.

Reisende rätseln über Symbole auf Sicherheitshinweisen von Ryanair

Kleinflugzeug im Flug: Pilotinnen und Piloten müssten besser geschult werden.

Bessere Ausbildung der Pilotinnen und Piloten soll Unfallrate senken

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies