Tragfläche eines Alitalia-Jets: Etihad sorgt für Auftrieb.

Etihad steigt bei Alitalia ein

Die Golfairline führt ihre Shoppingtour fort. Gemäß Medienberichten steht sie kurz davor, bis zu 49 Prozent der italienischen Nationalirline zu übernehmen.

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Am Freitagmorgen (20. Dezember) kam der Aufsichtsrat von Alitalia in Rom zusammen. Einziges offizielles Traktandum des Treffens: Die Unterzeichnung der im Oktober beschlossenen Kapitalerhöhung über 300 Millionen Euro, welche hauptsächlich von der italienischen Post als neuer Aktionärin und von großen Banken vom bestehenden Aktionärskern getragen wird. Doch bei der Versammlung geht es um weit mehr. Denn Etihad bestätigte am Donnerstag erstmals offiziell, Gespräche über einen Einsteig bei Alitalia zu führen.

Die Verhandlungen laufen offenbar gut. Wie die Wirtschaftszeitung Financial Times schreibt, seien die Gespräche bereits weit fortgeschritten. Konkret wolle die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi zwischen 30 und 49 Prozent von Alitalia übernehmen. Insgesamt werde Etihad bis zu 350 Millionen Euro investieren. Auch die Nachrichtenagentur Ansa spricht von 49 Prozent.

Gewerkschaften begrüßen Einsteig von Etihad

Die Gewerkschaften begrüßen den Deal. «Das Interesse ist sehr wichtig, denn es zeigt Wege auf, um von einem Szenario der unendlichen Probleme zu einem der Neustarts zu kommen», erklärte Giovanni Luciano von der Arbeitnehmervertretung Fit Cisl. Auch Mauro Rossi von Fit Cgil begrüßt gemäß Ansa Etihad. Ein strategischer Investor bedeute eine Stärkung von Alitalia.

Etihad beteiligt sich rund um die Welt an Fluggesellschaften, die auf ihren Märkten einen hohe Marktanteil besitzen: Air Berlin, Jet Airways, Air Serbia oder Air Seychelles etwa. Kürzlich stieg Etihad zudem bei der Schweizer Regionalairline Darwin ein. Sie ist bereits heute stark in Italien aktiv und könnte künftig noch stärker zum Zubringe an das Drehkreuz Rom fungieren.

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