Boeing 787 benannt nach Mutter Teresa: Dieser Dreamliner von Ethiopian ist eines der Flugzeuge, denen Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet vorgeworfen werden.

Tigray-KonfliktEthiopian soll Waffen in Kriegsregion geliefert haben

Die Nationalairline Äthiopiens wird in den Tigray-Konflikt hineingezogen. Ethiopian Airlines wird vorgeworfen, illegal Waffen transportiert zu haben.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im Norden Äthiopiens herrscht seit November 2020 ein gewaltsamer Konflikt. Die Regierung des Regionalstaates Tigray kämpft gegen die Armee Äthiopiens. Dabei geht es um die Machtverteilung zwischen ethnischen Gruppen im Staat.

Bei den Kämpfen in den letzten elf Monaten sind bereits Tausende Menschen gestorben. Die Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Michelle Bachelet beklagte kürzlich «grobe Verstöße und Missbräuche». Darunter befänden sich außergerichtliche Tötungen, willkürliche Verhaftungen, Zwangsumsiedlungen und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Erwachsene.

Transporte sind verboten

In den Konflikt ist wohl auch die Nationalairline Äthiopiens verwickelt. Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, habe sie Waffen in die Kriegsregion transportiert. Die Reportage beruft sich unter anderem auf interne Dokumente und Bilder der Frachtabfertigung von Ethiopian Airlines. Sie zeigen, wie Kriegswaffen in Flugzeuge der Airline geladen wurden.

Eritreas Militär kämpft ebenfalls gegen die Truppen aus Tigray. Bereits fünf Tage nach Anfang des Konflikts soll Ethiopian Airlines Rüstungsgüter von Addis Abeba in die eritreische Hauptstadt Asmara geliefert haben - an Bord von zivilen Flugzeugen. Anhand der veröffentlichten Informationen von CNN und Flugdaten von Flightradar24 lässt sich zurückverfolgen, dass es Boeing 737 und 787, sowie 777 F gewesen sein müssen. Die Fluggesellschaft streitet die Vorwürfe ab.

Internationale Sanktionen...

Internationales Luftfahrtrecht verbietet den Transport von militärischen Waffen mit zivilen Flugzeugen. Werden die Vorwürfe offiziell bestätigt, kann das für Ethiopian Airlines schwere Folgen haben. Die Fluglinie gehört zu den wenigen erfolgreichen in Afrika. Dieser Erfolg basiert unter anderem auf Diplomatie, die es dem Staatsunternehmen ermöglicht, in vielen Ländern an kommerzielle Flugrechte zu gelangen und somit ein großes internationales Streckennetz zu betreiben.

Etwa in den USA ist es für ausländische Airlines nicht immer leicht, an eine behördliche Genehmigung zum Betrieb von kommerziellen Passagierflügen zu kommen. Letzten Monat verkündete die von Joe Biden geführte Regierung der USA Sanktionen gegen alle in dem Krieg involvierten Parteien. Das könnte Ethiopian stark bremsen.

... und Sicherheitslage werden zum Problem

Außerdem spielt die Sicherheitslage im eigenen Land eine Rolle, besonders wenn sich diese weiter verschlechtert. Der Krieg in der Tigray-Region hat bereits zu Sicherheitswarnungen in Luftfahrtkreisen geführt. Auch könnten Reisende, darunter sämtliche für Ethiopian Airlines wichtige Umsteigepassagiere, von dem Konflikt abgeschreckt werden.

Mehr zum Thema

Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Für Ethiopian sind neue Risiken.

Konflikt ist schwere Hypothek für Ethiopian

ticker-boeing-1

Boeing startet mit 46 Auslieferungen und netto 112 Bestellungen ins Jahr

Nordlichter begleiteten Flug TOM950P.

In einer Boeing 737 Max 8 von Tui über den Atlantik

Tuifly-Flugzeuge am Flughafen Las Palmas: Die Airline soll künftig mehr sein als nur der Hotelzubringer.

Tui will mit ihren Fluggesellschaften mehr als nur Hotels füllen - sie sollen Gewinn machen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies