Flugzeug von Arik Air: Bald unter der Kontrolle von Ethiopian?

NigeriaEthiopian Airlines will Arik Air übernehmen

Die nigerianische Arik Air wird vom Staat zwangsverwaltet. Mit Ethiopian Airlines klopft nun ein großer Interessent an. Doch es gibt noch andere Interessenten und Kritik.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Seit Februar steht die angeschlagene nigerianische Arik Air unter Zwangsverwaltung. Die staatliche Gesellschaft Asset Management Corporation of Nigeria Amcon hat seither das Sagen. Schon damals erklärte die Regierung, sie habe kein großes Interesse, die Fluglinie langfristig zu verwalten.

Daher soll Amcon etwa Ethiopian Airlines angeboten haben, das Management von Arik Air zu übernehmen. Doch die Äthiopier hätten abgelehnt. Das hat sich rund sechs Monate später geändert: Ethiopian Airlines hat ein Angebot für Arik Air eingereicht, wie CNN berichtet. «Wir haben gegenüber der nigerianischen Regierung unsere Bedingungen und Konditionen skizziert und wir warten darauf zu sehen, ob sie zustimmt», sagte Esayas Woldemariam, Ethiopians Chef fürs internationale Geschäft. Man sei in der Lage und willens, die Fluggesellschaft zu lenken.

Herbe Kritik von Gesellschaftern

Woldemariam fügt allerdings hinzu, dass er mit der Konkurrenz internationaler Fluggesellschaften beim Bieten um die verschuldete Arik Air rechne. Die Übernahmepläne stoßen zudem auf Kritik: Der ehemalige Vizepräsident von Arik Air, Anietie Okon, beklagte laut der Zeitung Daily Post im Namen der Gesellschafter «die Schamlosigkeit und Verzweiflung unserer Luftfahrtbehörden, die Zukunft unseres Landes für Gold und Silber zu verpfänden». Er befürchte, dass ein ausländisches Unternehmen die meisten einheimischen Angestellten feuern werde, so Okon. «Die Luftfahrtindustrie verliert jeden Tag nigerianische Arbeiter, weil die einheimischen Airlines sterben.»

Arik Airs Geschäftsführer Roy Ilegbodu hatte im August gesagt, unter der Kontrolle der Amcon habe sich die Fluglinie stabilisiert, der Betrieb funktioniere reibungslos und die Mitarbeiter erhielten ihre Löhne.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier