Erste Klasse von Korean Air: Bald nur noch auf 35 von 111 Verbindungen vorhanden.

Wenig NachfrageKorean Air bietet auf vielen Strecken keine First Class mehr

Die südkoreanische Airline bietet auf den meisten Routen bald nur noch Business und Economy Class an. Mit dem Schritt möchte Korean Air profitabler werden.

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Ende 2014 bekam das Thema First Class in Südkorea einen faden Beigeschmack. Damals war Cho Hyun-ah, Tochter des Chefs und noch Managerin bei Korean Air, derart erzürnt, als ihr der Purser in der ersten Klasse Nüsse falsch servierte, dass sie ihn demütigte und den Airbus A380 zurück ans Gate fahren ließ. Nun werden die Chancen auf ähnliche Vorfälle in der höchsten Klasse bei Korean Air bald weiter sinken.

Die Fluggesellschaft kündigt an, ab Juni auf einem Großteil ihrer Strecken keine First Class mehr anzubieten. Mit dem Nussskandal hat dies allerdings nichts zu tun. In einer Stellungnahme schreibt die Fluggesellschaft, dass die Nachfrage für ihr teuerstes Kabinenprodukt deutlich zurückgegangen sei. Um in Zukunft profitabler fliegen zu können, werde sie stattdessen mehrheitlich auf ein Zweiklassen-Produkt mit Business und Economy Class setzen. Die Airline erhofft sich durch die Maßnahme zudem, ihre Prestige genannte Business Class aufwerten zu können.

Nach Europa nur zwei Routen betroffen

Auf insgesamt 27 internationalen Strecken wird Korean Air die First Class streichen, unter anderem nach Barcelona El-Prat und Istanbul. Dann werden 76 der insgesamt 111 Verbindungen der Fluglinie nur noch über Economy und Business Class verfügen. 35 Verbindungen behalten eine Drei-Klassen-Einteilung mit First Class.

Die Gesellschaft sucht auch woanders nach Wegen, um wieder mehr Gewinn zu machen. 2018 erzielte sie einen Nettoverlust von 71,9 Millionen US-Dollar, nachdem sie im Vorjahr noch einen Gewinn von mehr als 775 Millionen US-Dollar erzielt hatte. Cho Won-tae, Präsident der nationalen Fluggesellschaft Südkoreas, dachte vergangen Herbst bereits laut darüber nach, die Flotte der Airline stärker zu vereinheitlichen und auf weniger unterschiedliche Typen als bisher zu setzen.

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