Neuer Jetblue-Sitz: Der Konkurrenz annähern.

Billigairline macht auf Luxus

Jetblue erweitert ihr Angebot und führt eine Luxusklasse ein. Diese soll mehr bieten und weniger kosten als bei der Konkurrenz.

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Günstige Preise, wenig Schnickschnack. Das war bisher die Philosophie von Jetblue – wie auch die vieler anderer Billiganbieter. Doch die amerikanische Airline tut sich schwer damit, im Wettbewerb gegen Southwest, American, Delta und Co. zu bestehen. Ihre Kosten pro Meile und Sitz liegen höher als bei der Konkurrenz. Um das zu ändern, schraubt Jetblue nun am Geschäftsmodell. Bisher bot die Fluggesellschaft nur eine Klasse an. Im zweiten Quartal 2014 kommt nun auch eine Luxus-Klasse dazu.

In den elf neuen Airbus A321, die ab dann ausgeliefert werden, baut die Airline zusätzlich zu den Economy-Plätzen auch 16 Premium-Sitze ein. Diese lassen sich laut Jetblue sich in flache Betten verwandeln, bieten Wifi-Anschluss, einen 15-Zoll-Bildschirm mit über 100 Live-TV-Kanälen und eine eigene Steckdose. Vier der 16 Sitze sollen sogar mit Türen ausgestattet werden. Diese nennt Jetblue dann Private Suites, angelehnt an das First-Class Angebot der Golfairlines wie Emirates oder Etihad. Die Sitze sollen laut dem Blog der Airline Passanger Experience Association denen ähneln, die unter anderem bei Swiss oder Brussels Airlines zum Einsatz kommen.

Auf längeren Flügen

Die neuen Sitze werden auf den längeren USA-Flügen zwischen der Ost- und der Westküste im Einsatz stehen. Auf diesen Transkontinental-Routen herrscht der stärkste Wettbewerb bei Premium-Tickets. Sie kosten oft mehrere Tausend Dollar. Bei Jetblue will man einen tieferen Preis bieten und sich ein Stück von dem Kuchen abschneiden. Genaue Tarife nannte das Unternehmen allerdings noch nicht. Die A321, die nicht für den Transkontinental-Service genutzt werden, erhalten eine klassische Ein-Klassen-Konfiguration mit 190 Plätzen.

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