Letzte Aktualisierung: um 14:14 Uhr

Hobby-Designer

Er entwirft Flugzeugbemalungen zum Spaß

Der Franzose Guilhem Renier entwirft aus Spaß Lackierungen für Flugzeuge. Manchmal auch völlig absurde.

Guilhem Renier arbeitet bei der französischen der Luftfahrtbehörde. In seiner Freizeit fliegt der 37-Jährige als Privatpilot mit Kleinflugzeugen und daneben zeichnet er gerne. Diese drei Dinge brachten ihn eines Tages dazu, sich an ein Projekt zu wagen. Er begann, selbst Bemalungen für Fluggesellschaften zu entwerfen.

«Wenn ich mich richtig erinnere, war die allererste Bemalung eine erfundene zur Verabschiedung eines Kollegen in den Ruhestand vor vier Jahren», erzählt der Franzose aeroTELEGRAPH. Auch eine Speziallackierung zu den Olympischen Spielen in Paris 2024 von Air France hat er früh entworfen. «Sehr hässlich», sagt Renier im Rückblick.

Bemalung für Airbus A340 von ITA

Renier gefällt die Möglichkeit, originelle Ideen zeichnerisch umzusetzen, zum Beispiel Retro-Lackierungen auf moderne Flugzeuge zu setzen oder Lackierungen auf Flugzeugmodelle, die Airlines gar nicht besitzen. So hat er beispielsweise eine Bemalung für einen Airbus A340 von Alitalia-Nachfolgerin ITA entworfen oder eine für eine Concorde von Air Canada.

Der Franzose findet, dass Fluggesellschaften die Bemalungen noch zu wenig nutzen. «Airlines, die versuchen, sich mit Retro- oder ausgefallenen Bemalungen von der Masse abzuheben, gewinnen an Sichtbarkeit. Ihre Flugzeuge SIND in den sozialen Netzwerken viel präsenter», sagt er. «Das ist eine Art kostenlose Werbung.»

Bemalung für Airbus A340 von ITA

Reniers Hobby ist zeitaufwendig. «Vieles hängt von der Komplexität und der Inspiration ab. Einige Bemalungen sind in weniger als 20 Minuten fertig, bei anderen dauert es mehrere Dutzend Stunden», sagt er. Kompliziert sei es auch, eine Datenbank mit Flugzeugvorlagen zu erstellen, weil das Zeichnen viel Zeit in Anspruch nehme. «Aber dann macht es Spaß, die Bemalung auf diesen Vorlagen zu erstellen.»

Auch schon für Kunden

Viele seiner mit Computer und Illustrationssoftware erstellten Zeichnungen veröffentlicht Renier auf seiner Webseite. «Ich zeige dort  aber nur 20 bis 30 Prozent meiner Zeichnungen», so der Franzose. An Erfahrung hat er seit den ersten Entwürfen gewonnen. Inzwischen zeichnet er auch schon mal für Kunden.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie einige Beispiele von Guilhem Reniers Illustrationen.



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