Installation der Frachttür beim E190F.

E-Jet-FrachterEmbraers erster Frachter bekommt sein Herzstück

Der brasilianische Flugzeugbauer baut seit Februar die erste E190 zum Frachter um. Nun zeigt Embraer erstmals, wie das Umrüstprogramm läuft.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Nahezu alle namhaften Flugzeughersteller von Airbus, Boeing und ATR und bis zu Cessna bieten sie an - mitunter auch über Partner: Umbauprogramme, bei denen ältere Maschinen, die als Passagierflugzeug ausgedient haben, zu Frachtflugzeugen umgebaut werden. Im Fachjargon als Passenger to Freighter Conversion oder kurz P2F bezeichnet.

Embraer fehlte lange in der Liste. Im vergangenen März stellte der brasilianische Flugzeugbauer dann sein lang erwartetes Umbaufrachter-Programm offiziell vor. Umgerüstet werden gebrauchte E-Jets, die als Frachtversion E190 F und E195 F heißen. 2024 soll der erste Embraer-Frachter in Dienst gestellt werden.

Programm im Zeitplan

Jetzt hat Embraer einen Meilenstein bei der Umrüstung erreicht. Bilder des Herstellers zeigen, wie bei der ersten E190, die seit Februar umgerüstet wird, das Frachttor installiert wird. Zuvor musste dafür ein ganzes Strukturelement entfernt werden. Er teilte auch mit, dass das Programm problemlos und im geplanten Zeitplan laufe.

Neben dem Einbau des Frachttors muss unter anderem auch der Boden des Hauptdecks verstärkt und das Palettentransportsystem installiert werden. Um das Cockpit vor eventuell rutschender Ladung zu schützen, bekommt das Flugzeug eine sogenannte Cargo Barrier, eine Wand oder ein Netz. Zudem werden bei der P2F-Umwandlung alle Flugzeugfenster versiegelt, überflüssige Türen mit Aluplatten geschlossen sowie alle Sitze, Küchen und Toiletten ausgebaut.

Embraer rechnet mit knapp 500 Umrüstflugzeugen

Die Brasilianer wollen mit der P2F E-Jet-Umrüstung die Marktlücke zwischen Turboprop-Frachtern und größeren Jets schließen. Die E190 F kann eine Nutzlast von 10,7 Tonnen und die E195 F eine von 12,3 Tonnen bewältigen. Das ist allerdings leicht weniger als die zuerst erwarteten 14 Tonnen Nutzlastkapazität.

Embraer schätzt, dass es weltweit rund 380 E190 und 90 E195 gibt, die in Frachtflugzeuge umgewandelt werden könnten. Im Juni hatte die chinesische Lanzhou Aviation eine Absichtserklärung für 20 Embraer E190 F und E195 F unterzeichnet. Die Umrüstungsarbeiten finden in den Embraer-Werken in São José dos Campos statt.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder des Umbaus bei Embraer. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Eine Embraer E195 umgebaut um Frachtflugzeug: Soll so aussehen.

Das bieten die Frachter von Embraer

Embraer E-Jet: Der Hersteller plant Umbaufrachter.

Embraer plant eigene Umbaufrachter

Azul: Die Airline schafft eine Weltneuheit.

Azul überholt Embraer bei Frachterplänen

ticker-embraer

Embraer erwägt neue Endmontagelinien auch in den USA

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies