Eine Embraer Praetor 600 im Flug: Der brasilianische Hersteller will eine größere Businessjet-Familie auf den Markt bringen.

Neue FlugzeugeEmbraer denkt über größere Businessjet-Familie nach

Der brasilianische Flugzeugbauer will zur Konkurrenz aufschließen und denkt laut über den Bau von Ultra-Langstrecken-Businessjets nach. Embraer will dabei nicht bei einem Flugzeug bleiben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Embraer hat vor rund drei Monaten das Projekt für ein neues Turbopropflugzeug vorerst auf Eis gelegt. Neuigkeiten zur E3, wie der Flieger inoffiziell heißt, werde es im laufenden Jahr nicht mehr geben, sondern frühestens 2024, so Konzernchef Francisco Gomes Neto kürzlich.

Die Brasilianer bauen aber nicht nur kommerzielle Flugzeuge, sondern sind auch in der Sparte Businessjets stark. Was ihnen aktuell allerdings fehlt, sind Geschäftsreiseflugzeuge für Ultra-Langstrecken. Hier hat die Konkurrenz von Gulfstream bis Dassault die Nase vorn.

Flugzeugfamilie oberhalb der Praetor-Serie

Das soll sich ändern. Michael Amalfitano, Chef der Businessjet-Sparte von Embraer, sagte kürzlich, dass man den Bau eines großen Businessjets oberhalb der Praetor-Familie prüfe, schreibt das Magazin Flightglobal. Nach Informationen von aeroTELEGRAPH aus dem Umfeld des Konzerns, soll nicht nur ein Flugzeug, sondern eine ganz neue Flugzeugfamilie entworfen werden.

Anders als in der Vergangenheit wird der Konzern dabei nicht mehr auf Passagiermaschinen aufbauen, wie bei der inzwischen eingestellten Lineage 1000, die auf der E190 basiert. «Wir werden reine Geschäftsreiseflugzeuge anbieten, die speziell für die Märkte entwickelt werden, in denen sie eingesetzt werden», so Amalfitano.

Kunden wollen umsteigen

Das sei wichtig, um Kunden zu halten, die von den mittelgroßen Praetor 500 und 600 auf eine größere Maschine umsteigen wollen, so Amalfitano. «Jetzt, wo die Flotte weiter wächst, müssen wir darauf achten, dass wir diese Kunden in unserer Produktfamilie behalten», fügte der Manager hinzu. Beide Maschinen sind die größten Jets, die Embraer aktuell produziert und die Nachfolger der Legacy-Businessjets.

Die Embraer Praetor 500 ist eine Weiterentwicklung der Legacy 450. Der Jet bietet bis zu neun Reisenden Platz und hat mit 6190 Kilometer eine verbesserte Reichweite. Die Praetor 600 baut auf der Legacy 500 auf. Ähnlich wie die Praetor 500 hat auch die 600er-Version mit 7440 Kilometer eine verbesserte Reichweite und Platz für zwölf Passagiere.

Potenzial auch für kleinere Maschinen

Nicht nur oberhalb der Praetor-Familie könnten Neuentwicklungen anstehen. Auch im Bereich der sogenannten Light Businessjets sieht der Hersteller Potenzial. Aktuell ist Embraer, aber mit der Phenom-Familie gut aufgestellt. Schließlich ist die Phenom 300 ist seit elf Jahren in Folge der meistverkaufte Jet in diesem Segment. «Wir haben viel vor», sagt Amalfitano. Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht.

Mehr zum Thema

Die Praetor 500 braucht Pisten von 1299 Meter, um starten zu können. In ihr finden bis zu neun Passagiere Platz.

Embraer pimpt Mittelklasse-Businessjets

Neues Turbopropmodell: Embraer glaubt weiter dran.

Embraer sieht Fortschritte bei Turboprop-Triebwerk

Eine Gulfstrean G700: Die Maschine hat mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt.

Gulfstream G700 im Geschwindigkeitsrausch

ticker-brasilien

Brasiliens Inlandsflugverkehr boomt - 15 Prozent höheres Angebot in der Hochsaison

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack