Neues Turbopropmodell: Embraer glaubt weiter dran.

VerbesserungenEmbraer sieht Fortschritte bei Turboprop-Triebwerk

Das neue Turbopropmodell liegt weiter auf Eis - weil ein gutes Triebwerk fehlt. Doch jetzt sieht Embraer Fortschritte bei den Motoren.

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Der brasilianische Flugzeugbauer hat das Projekt für ein neues Turbopropflugzeug vor drei Monaten auf Eis gelegt. Denn es fehlt ein Triebwerk, das ihn überzeugt. Der Motor muss eine hervorragende Leistung haben, sparsam sein und mit nachhaltigem Treibstoff oder in Zukunft auch mit Wasserstoff zu betreiben sein.

«Was uns angeboten wurde, hat uns einfach nicht überzeugt», so Konzernchef Francisco Gomes Neto am Donnerstag (25. Mai) in Lissabon vor Journalistinnen und Journalisten. Doch inzwischen tue sich langsam etwas. «Wir sehen Fortschritte bei den Triebwerken», so der Embraer-Chef.

Neuigkeiten wohl im Jahr 2024

Neuigkeiten werde es aber kaum im laufenden Jahr geben, sondern frühestens 2024, so Gomes Neto. Embraer plante eigentlich, das neue Turbopropflugzeug Mitte des laufenden Jahres in den Verkauf zu bringen und ab 2028 an Kunden auszuliefern. Inoffiziell heißt der neue Flieger E3, intern auch Brasilhão und offiziell trägt er den Projektnamen TPNG.

Pratt & Whitney Canada liefert die Motoren sowohl für die ATR als auch für die Dash 8. Die Kanadier stehen daher auch beim neuen Embraer-Modell in der Poleposition. Allerdings entwickelt auch GE Aviation gerade ein Konkurrenzprodukt. Der brasilianische Hersteller wird die Motoren am Heck anbringen, um die Kabine leiser zu machen.

Neuigkeiten wohl im Jahr 2024

Embraer will mit dem neuen Turbopropmodell Marktführer ATR angreifen, dessen Produkte im Kern schon fast 40 Jahre alt sind. Anders als bei der Dash 8 und ATR, die beide Schulterdecker sind, werden die Tragflächen beim brasilianischen Modell an der Unterseite des Rumpfes angebracht sein. Bis dato hat er schon 250 Absichtserklärungen für die 70 bis 90 Plätze bietende Maschine gesammelt.

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