Israelisches Kind am Purim-Fest: El Als Piloten sind unzufrieden.

FlugstreichungenEl Al streitet sich mit den Piloten

Die israelische Nationalairline muss dieser Tage einige Flüge streichen. Der Grund: Piloten fürchten um ihre Arbeitsbedingungen und boykottieren den Betrieb von El Al.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Gleich zwei Flüge der israelischen Nationalairline El Al fielen in den vergangenen Tagen aus demselben Grund aus. Es gab keine Piloten, welche die Flugzeuge ans Ziel hätten bringen können. Ein Flug nach New York und einer nach Peking mussten annulliert werden. Und in den nächsten Wochen könnte es noch auf einigen weiteren Flügen zum gleichen Szenario kommen. Schuld ist ein Zwist zwischen Airline und Piloten.

Der Grund, weshalb die Piloten und die Airline sich streiten: die so genannte Flight Time Limitation. Diese Regeln, die in der EU, den USA und eben auch Israel gelten, beschränken die Wochenarbeitszeit von Piloten auf 60 Stunden. Im Monat dürfen sie höchstens 190 Stunden arbeiten, im Jahr 1000. Die Zeiten schließen auch den Weg zur Arbeit und die Flugvorbereitung mit ein.

Gratis-Business-Flüge verlangt

Den Piloten von El Al passt das nicht, weil sie in den vergangenen Jahren laut einem Bericht der Zeitung Haaretz  ihr Gehalt durch Überstunden aufbessern konnten. Diese wurden besser bezahlt als reguläre Arbeitsstunden. Im Schnitt sind es offenbar 75 Stunden im Monat pro Pilot. Das ist laut den neuen Regeln nicht mehr möglich.

Laut dem Bericht gab es aus diesem Grund in den vergangenen Monaten Gespräche über die Bezahlung der Cockpitcrews. Doch zu einer Einigung kam es nicht – weshalb die Piloten in der Folge beschlossen, sich ihr Geld durch die Business-Rückflüge wieder hereinzuholen. Das heißt: Sie verlangten, dass sie auf einer Langstrecke nur den Hinflug absolvieren müssen und zurück in der Premium-Klasse fliegen, während eine andere Crew im Cockpit sitzt. Das kostet die Airline Geld, weil sie so potenzielle bezahlte Sitze gratis vergibt. Wegen des chronischen Personalmangels musste El Al aber darauf eingehen.

Lange schwelender Konflikt

Der Konflikt zieht sich schon länger hin. Bislang sollen die Piloten laut Haaretz ihre Arbeitgeberin El Al aber erfolgreich erpresst haben. So drohten sie mit Protesten, sollten die Business-Flüge nicht gewährt werden. Dieses Spiel macht das Management unter Vorstandsvorsitzendem David Maimon nun aber nicht mehr mit – und geht das Risiko ein, Tausende Schekel an Kosten für ausgefallene Flüge anzuhäufen – wie eben die nach New York und Peking.

Offenbar macht das Management auch Stimmung gegen die Piloten und veröffentlichte ein Pamphlet, in dem der Lohn der Crews dargelegt wurde. Mit 80.000 Schekel im Monat (rund 19.200 Euro) liegt das Durchschnittsgehalt der Piloten acht Mal höher als das im ganzen Land. El Al hofft, so die Stimmung gegen die Piloten zu drehen.

Mehr zum Thema

Abbruch der Verhandlungen: Lufthansa-Piloten wieder streikbereit

Pilot von Easyjet: Angst vor Übermüdung.

Bei Easyjet stehen die Zeichen auf Streik

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies