Boeing 737 von El Al: Am Boden.

GroundingEl Al stellt alle Flüge ein

Die israelische Nationalairline leidet besonders unter der Corona-Krise. Ein Streit mit den Piloten führt nun sogar dazu, dass die Flieger von El Al auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Vorstandsvorsitzender Gonen Usishkin hat eine dramatische Entscheidung getroffen. Er ordnete die Rückkehr aller Flugzeuge nach Tel Aviv an. Seit Mittwoch (1. Juli) steht daher die gesamte Flotte von El Al am Boden. Das Grounding gilt für auf unbestimmte Zeit.

Hinter dem Flugstopp steht ein Streit zwischen dem Management von El Al und den Piloten. Die Gewerkschaft der Cockpitbesatzungen teilte gemäß dem TV-Sender KAN mit, dass die Führung des Unternehmens «die vor weniger als einem Monat mit der Gewerkschaft unterzeichneten Vereinbarungen nicht eingehalten hat» und man keine andere Wahl habe, als zum Schluss zu kommen, dass die Eigentümer nicht in der Lage seien, El Al zu retten. Von den 650 Piloten arbeiten aktuell 540 nicht und erhalten keinen Lohn.

Unklarheit über staatliche Hilfe

Die Piloten kritisieren, die Führung habe den Rettungsplan der Regierung abgelehnt. Zwei Optionen liegen dabei auf dem Tisch. Eine beinhaltet einen staatlich garantieren Kredit und eine Kapitalerhöhung, die andere nur einen staatlich garantierten Kredit. Vor allem die Klausel, dass der Staat wieder Aktionär von El Al werden könnte, falls die Kapitalerhöhung scheitert, kommt bei den Eigentümern schlecht an.

Alleine zwischen Januar und März, also noch bevor die Corona-Krise so richtig losging, verlor El Al 140 Millionen Dollar. Damit ist der Quartalsverlust massiv höher als das Minus im ganzen Jahr 2019, als es 60 Millionen Dollar betrug. Die bereits vor der Pandemie angespannte finanzielle Lage hat sich dadurch massiv verschlechtert. Und die Entscheidung der EU von dieser Woche, israelische Reisende wegen der hohen Ansteckungsrate im Lande nicht einreisen zu lassen, ist ein weiterer Schlag für sie.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von El Al: Die Airline ist angeschlagen.

Staat könnte wieder bei El Al einsteigen

Dreamliner von El Al: Finanzielle Probleme.

El Al muss ein Drittel der Belegschaft entlassen

Dreamliner von El Al über nubischen Pyramiden (Montage): Die israelische Nationalairline überflog erstmals den Sudan.

Dreamliner von El Al fliegt historische Route

ticker-el-al-neu2

Boeing 777 von El Al meldet bei Anflug auf New York-JFK minimale Treibstoffreserve

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin