Boeing 737 von El Al: Die Airline ist angeschlagen.

Im Rahmen des RettungspaketsStaat könnte wieder bei El Al einsteigen

Die israelische Regierung hilft der Nationalairline, die Corona-Krise zu überstehen. Unter Umständen könnte das dazu führen, dass der Staat wieder Großaktionär von El Al wird.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Als Benjamin Netanyahu 2003 Finanzminister wurde, trat er mit einem wichtigen Versprechen an. Er werde Israels Staatsunternehmen privatisieren und so die Wirtschaft ankurbeln. Auf Worte folgten Taten. Noch im selben Jahr brachte die Regierung unter anderem 15 Prozent von El Al an die Börse, bis 2004 gab sie dann die Mehrheit ab.

Inzwischen ist Israel gar nicht mehr an der Nationalairline beteiligt. Größter Aktionär ist das private Luftfahrtunternehmen Knafaim Holdings mit 37,3 Prozent der Anteile. Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Und der Staat könnte wieder zum Aktionär von El Al werden - ausgerechnet unter dem Mann, der einst die Privatisierung angestoßen hatte.

Rettungsplan und Restrukturierungspflicht

Die Regierung von Premierminister Netanyahu hat mit El Al ein Rettungspaket ausgehandelt. Um die Corona-Krise zu überstehen, bekommt die Fluglinie einen zu 75 Prozent vom Staat garantierten Kredit in Höhe von 250 Millionen Dollar. Zudem ist eine Kapitalerhöhung von 150 Millionen geplant.

Im Gegenzug musste das Management versprechen, das Unternehmen gründlich zu restrukturieren, das heftig unter dem Einreisestopp Israels sowie den Grenzschließungen weltweit gelitten hat. El Al muss daher ein Drittel der insgesamt 6000 Angestellten feuern. Zudem bekommen die verbleibenden Mitarbeiter fünf Jahre lang keine Freiflüge mehr, die Löhne der Gutverdiener, des Managements und des Aufsichtsrates werden gekürzt und Dividendenzahlungen ausgesetzt.

Nach drei bis fünf Jahren wieder privatisiert

Im Paket ist aber auch ein Passus enthalten, der zu einem Wiedereinstieg des Staates führen könnte. Die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung entsprechen einem Anteil von 61 Prozent an El Al. Sollten sich zu wenige Kaufinteressenten finden, würde die Regierung die nicht platzierten Anteile übernehmen, so die Abmachung, berichtet die Zeitung Times of Israel.

Dadurch könnte der Staat wieder Großaktionär von El Al werden. Würde es dazu kommen, sieht die Regierung die Einsetzung eines Kommissärs vor, der die Beteiligung treuhänderisch verwaltet. Nach drei bis fünf Jahren würde die Fluglinie wiederum privatisiert.

Mehr zum Thema

Dreamliner von El Al: Finanzielle Probleme.

El Al muss ein Drittel der Belegschaft entlassen

Transportgüter vor einer Boeing 777: Derzeit nur Frachtflüge bei El Al.

El Al vorübergehend ganz am Boden

Dreamliner von El Al über nubischen Pyramiden (Montage): Die israelische Nationalairline überflog erstmals den Sudan.

Dreamliner von El Al fliegt historische Route

Dreamliner von El Al: Ein Flug verspätete sich um zwei Stunden.

Free Palestine-Aufkleber sorgen für Alarm auf Flug von El Al

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack