Letzte Aktualisierung: um 13:00 Uhr

Auftrag für Pink Sparrow

Eine Corona-Luftbrücke zwischen Rotterdam und Linz

Weil die eigenen Testkapazitäten knapp werden, lassen die Niederlande Coronatests in Österreich auswerten. Dafür wurde eigens eine Luftbrücke eingerichtet.

Mit
Thomas Stimandl

Cessna 525 Citation von Pink Sparrow: Fliegt PCR-Tests zwischen Linz sowie München und Rotterdam.

Die kleine österreichische Gemeinde Eugendorf ist kaum bekannt. Doch gerade in der Corona-Krise erhält sie eine besondere Bedeutung. Im 7000 Einwohner zählenden Ort im Bundesland Salzburg betreibt das Biotechnologieunternehmen Novogenia das größte PCR-Testlabor Europas. Bis zu 45.000 Tests täglich können dort verarbeitet werden.

Wie Novogenia-Geschäftsführer Daniel Wallerstorfer vor Kurzem der Zeitung Salzburger Nachrichten erklärte, wurde die Testkapazität seines Unternehmens in den vergangenen Monaten beträchtlich aufgestockt. Deshalb könne man nun die Dienstleistungen auch über die Landesgrenzen hinaus anbieten.

Ausländische Labore an Kapazitätsgrenzen

Nachdem die niederländischen Covid-19-Testlabore bereits seit Längerem an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten, suchte das Land Ersatz. Es wurde bei Novogenia fündig. Damit verbunden ist eine tägliche Luftbrücke zwischen Rotterdam und Linz beziehungsweise München.

Das Businessjetunternehmen Pink Sparrow hat mit seiner Erfahrung im Organtransport den Zuschlag für die Lieferung der PCR-Tests erhalten. Es darf in den kommenden drei Monaten mit ihren Cessna Citation an die 100 Flüge zwischen den beiden Destinationen durchführen.

Ausländische Labore an Kapazitätsgrenzen

Wie Pink-Sparrow-Geschäftsführer Josef Mörtl gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt, geht es bei diesen Transporten, bei denen jeweils 3000 PCR-Tests in der Kabine der Flugzeuge befördert werden auch um Geschwindigkeit. «Wir übernehmen deshalb nicht nur den Lufttransport, sondern mit unseren eigenen Fahrzeugen auch die Bodentransporte zwischen den Flughäfen und dem Testlabor, sodass bereits nach wenigen Stunden die Testergebnisse in die Niederlande übermittelt werden können».



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.

>