A380 auf einer Rollbahn: Beunruhigend, aber nicht gefährlich.

Wie schlimm sind die Risse im A380?

Zwanzig Superjumbos von Airbus müssen dringend überprüft werden. Noch ist unklar, wie gefährlich der zweite Typ von Rissen ist.

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Alles nicht so schlimm, sagte Airbus nachdem vergangene Woche an zwei weiteren A380 Risse in den Tragflächen entdeckt wurden. Dennoch ordnete die europäische Flugsicherheitsbehörde Easa am Freitag (20. Januar) eine dringliche Inspektion von zwanzig Maschinen an. Diejenigen, die bereits mehr als 1800 Flüge hinter sich haben, müssen bis zum 24. Januar untersucht werden. Die mit mehr als 1300 Reisen werden innerhalb von sechs Wochen überprüft. Die Maßnahme trifft die Erstbesteller Air France, Emirates und Singapore. Man arbeite eng mit Airbus zusammen, um die Sicherheit des A380 weiter zu garantieren, so die Behörde. Der Flugzeugbauer habe auch eine Reparaturmethode vorgeschlagen, um die weniger als einen Zentimeter langen Risse an der den Tragflächen zu reparieren.

Die Mängel tauchten an kleinen L-förmigen Teilchen auf, von denen 2000 in jedem Flügel stecken. Offenbar gibt es zwei Typen von Rissen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der erste scheint wirklich harmlos zu sein. Der zweite Typ aber muss doch etwas beunruhigender sein. «Diese Situation könnte die ganze strukturelle Integrität des Flugzeuges beeinflussen, wenn sie nicht entdeckt und korrigiert wird» erklärte die Easa. Ganz so problemlos klingt es bei der Behörde also nicht. Die Flugsicherheitsbehörde behält sich denn auch vor, weitere Maßnahmen zu ergreifen, sollten sich die als Resultat dieser Tests aufdrängen. Das Problem sei aber lösbar, betont Airbus und erklärt weiterhin, für die Sicherheit der Passagiere bestehe keinerlei Risiko.

«Nicht vom Unfall»

Entdeckt wurden die Risse nach der eingehenden Überprüfung des A380 von Qantas, dessen Turbine auf Flug QF32 explodierte. Dieses Ereignis führte dem Jet einigen Schaden zu. Die Maschine landete danach dennoch ohne Probleme. In einzelnen der rund 4000 L-förmigen Aluminiumstreben in der Tragfläche fand man damals merkwürdige Risse. Die Teilchen dienen dazu, die Haut der Tragfläche mit der inneren Struktur zu verbinden. «Sie konnten nicht vom Unfall stammen» sagte Airbus-Ingenieur John Roberts dem Blog Plane Talking. Er betont jedoch auch, dass es nicht um ein Sicherheitsrisiko gehe, sondern darum ein Problem zu verhindern, das eventuell spätere einmal daraus resultieren könnte. «Es ist keine Frage der Sicherheit» so Roberts.

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