Abflugebene am Flughafen Düsseldorf: Mit einem Maßnahmenpaket will der Airport chaotische Zustände verhindern.

Auch mehr PersonalDüsseldorf kämpft mit Millionen gegen das Chaos

Der Flughafen Düsseldorf will mit einem mehrere Millionen teuren Maßnahmenpaket chaotische Zustände in der Hochsaison verhindern. Wichtigste Maßnahme: mehr Personal.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Flughafen Düsseldorf ist wie kaum ein anderer Airport in Deutschland zum Sinnbild für chaotische Zustände in der Hochsaison geworden. Reisende mussten mitunter stundenlang in langen Schlangen auf die Sicherheitskontrolle warten. Auch bei der Gepäckausgabe ist es immer wieder zu langen Wartezeiten gekommen.

Die erste Belastungsprobe erwartet den größten Flughafen in Nordrhein-Westfalen schon in wenigen Wochen, wenn am 3. April die Osterferien beginnen. Das Management um die beiden neuen Flughafenchefs Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt wollen mit einem Maßnahmenpaket chaotische Zustände verhindern. Das Ziel: Operative Stabilität erhöhen, Passagierkomfort verbessern. Der Name: Programm Off-Block.

Achillesferse Sicherheitskontrolle

Der Flughafen lässt sich das Programm Off-Block mehrere Millionen Euro kosten. Es umfasst 30 Einzelmaßnahmen. Über allem schwebt die Personalnot an Flughäfen nicht nur in Düsseldorf. Der Airport unterstützt seine Partner bei der Rekrutierung neuer Beschäftigten. Dazu soll es im März eine Jobbörse am Airport geben. Noch im Februar startet eine breit angelegte Job-Kampagne des Flughafens über verschiedene Kanäle.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Sicherheitskontrollen, der Achillesferse des Flughafens. Mit Beginn der Osterferien führt DUS – so das Iata-Kürzel des Airports – wie schon Berlin, München und Frankfurt online buchbare Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle ein. Angesiedelt im Flugsteig B, installiert der Flughafen hier auch eine zentrale Priority Lane mit eigenem Zugang zur Sicherheitskontrolle. Im Flugsteig A wird der Bereich nach der Sicherheitskontrolle breiter und freundlicher gestaltet.

Mehr Personal eigenes Personal

Neben baulichen Veränderungen setzt der Airport auch auf mehr Personal. Der für die Passagier-, Hand- und Reisegepäckkontrollen beauftragte Sicherheitsdienstleister DSW soll seit vergangenen Sommer «zusätzliche Mitarbeitende in dreistelliger Höhe eingestellt» haben, heißt es in einer Mitteilung des Flughafens.

Unterstützung sollen die DSW-Angestellten auch vom Flughafenpersonal bekommen. Angedacht sind entlastende Maßnahmen wie Wannenrückführer oder Einweiser. Allerdings steht die Freigabe der Bundespolizei noch aus. Zudem soll das Servicepersonal Passagierströme leiten und für reibungslose Abläufe sorgen.

Zehn Self Bag Drop-Schalter

Auch dem wiederkehrenden Problem der langsamen Flugzeug- und Gepäckabfertigung will der Airport mit mehr eigenem Personal begegnen. Airport-Mitarbeitende sollen, wenn Not am Mann ist, bei der Aufgaben auf dem Vorfeld helfen, etwa bei der Bedienung von Fluggastbrücken, bei der Ausladung von Gepäckstücken oder beim Gepäcktransport zu den Ankunftsbändern.

Der Flughafen will bis zum Sommer zehn Self-Bag-Drop-Schalter installieren. Um das morgendliche Passagieraufkommen im Terminal zu entzerren, soll es einen Früh-Check-in ab 3 Uhr geben, dazu müssen prozessrelevante Arbeitsplätze früher ihre Arbeit aufnehmen.

Mehr zum Thema

Koffer vor der Gepäckermittlung von Aviapartner am DUS: Bald wieder chaotisch?

Situation bei Abfertigung in Düsseldorf spitzt sich zu

Schlangen am Flughafen: Diesen Sommer ist das Alltag.

Was treibt die Luftfahrt Richtung Chaos-Sommer?

Eurowings: Die Lufthansa-Tochter erwartet ganz besonders viel Urlaubsreisende.

Wie Eurowings, Flughafen und Bundespolizei ein Chaos verhindern wollen

A321 XLR von Air Canada über Düsseldorf (Montage): Die Airline hat 18 potenzielle Ziele für den Airbus in Europa ausgemacht.

Air Canada hat neue Ziele in Deutschland und der Schweiz im Visier

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg