United-Flieger: Probleme mit der Wartung?

Drei Zwischenfälle: Kritik an United

Gleich dreimal in zwei Tagen mussten Jets der amerikanischen Fluglinie umkehren. Manch einer zweifelt nun an der Wartung.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Fluggesellschaft steht ohnehin nicht weit oben in der Gunst der Passagiere. Keine amerikanische Airline verzeichnete in der ersten Jahreshälfte mehr Beschwerden von Kunden als United. In der Regel drehte es sich dabei um Dinge wie Pünktlichkeit oder Service. Seit der Fusion mit Continental gibt es offenbar immer wieder Probleme mit dem Reservierungs- und Buchungssystem. Diese haben die Beschwerden von 502 im Vorjahr auf 1740 hochschnellen lassen. Doch nun werden noch andere Zweifel an der Airline laut. Nach drei Zwischenfällen auf United-Flügen an nur einem Wochenende fragen sich manche Experten, ob es bei der Fusion gelang, Technik und Wartung der beiden Airlines gut genug zu integrieren, um einen sicheren Betrieb sicherzustellen.

Der erste Zwischenfall ereignete sich am Samstagabend. United-Flug 96 nach Berlin war mit 173 Passagieren erst gerade in Newark gestartet, als es Probleme mit dem Triebwerk gab. Was genau passiert war, ist nicht klar. Eine FBI-Mitarbeiterin, die in amerikanischen Medien zitiert wurde, berichtete, beim Start sei ein Reifen geplatzt. Die Teile, die dabei abfielen, gerieten ins Triebwerk und beschädigten dieses. Von der Untersuchungsbehörde FAA hieß es lediglich, dass das Triebwerk nach dem Start überhitzt gewesen sein und ungewöhnliche Geräusche von sich gegeben habe. Laut dem Fachportal Aviation Herald meldeten die Piloten einen Notfall. Gegen 20:10 Uhr (Ortszeit) konnte die Boeing B757 wieder landen, nachdem sie etwa eine Stunde lang über Newark gekreist war, um Kerosin zu verbrennen.

Seltsamer Geruch

Am Sonntag dann das nächste Problem: Die Piloten von Flug 409 von Newark nach Seattle bemerkten einen seltsamen Geruch im Cockpit. Auch dieser Flug musste daher umkehren. Später gab die FAA bekannt, dass der Flieger Probleme mit der Klimaanlage hatten, die zum seltsamen Geruch geführt hatten. Am selben Tag musste auch eine Boeing B737, die am George Bush Intercontinental Airport in Houston gestartet war, aus «Gründen der Vorsicht» umkehren. Auch hier hatte es technische Probleme mit den Triebwerken gegeben, die bisher nicht näher spezifiziert wurden.

United kündigte nun an, die Zwischenfälle vom Wochenende genauer zu untersuchen. In der Branche werden bereits erste Stimmen laut, die bezweifeln, dass United in der Lage ist, ihr eigenes Wartungssystem mit dem von Continental zu kombinieren - auch, wenn bei keinem der Zwischenfälle vom Wochenende jemand verletzt wurde. «Die Frage ist, wie gut die Flieger gewartet wurden», sagt etwa Luftfahrtexperte Steve Ganyard gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender ABC. «Sind die Geschehnisse vom Wochenende ein Zufall oder steckt ein größeres Problem dahinter?»

Mehr zum Thema

ticker-usa

Luftfrachtbranche fordert Klarheit nach US-Gerichtsentscheidung zu Zöllen

Nachthimmel in den Bergen Colorados: 1982 wurde ein Mann gerettet, weil in einem Passagierflugzeug jemand die SOS Zeichen erkannte.

40 Jahre alter Cold Case gelöst - SOS aus Flugzeug von United Airlines erkannt

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Airbus A321 Neo: Hier ein Exemplar vom Ableger Wizz Air Abu Dhabi.

Wizz Air will in die USA fliegen

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies