United-Flieger: Probleme mit der Wartung?

Drei Zwischenfälle: Kritik an United

Gleich dreimal in zwei Tagen mussten Jets der amerikanischen Fluglinie umkehren. Manch einer zweifelt nun an der Wartung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Fluggesellschaft steht ohnehin nicht weit oben in der Gunst der Passagiere. Keine amerikanische Airline verzeichnete in der ersten Jahreshälfte mehr Beschwerden von Kunden als United. In der Regel drehte es sich dabei um Dinge wie Pünktlichkeit oder Service. Seit der Fusion mit Continental gibt es offenbar immer wieder Probleme mit dem Reservierungs- und Buchungssystem. Diese haben die Beschwerden von 502 im Vorjahr auf 1740 hochschnellen lassen. Doch nun werden noch andere Zweifel an der Airline laut. Nach drei Zwischenfällen auf United-Flügen an nur einem Wochenende fragen sich manche Experten, ob es bei der Fusion gelang, Technik und Wartung der beiden Airlines gut genug zu integrieren, um einen sicheren Betrieb sicherzustellen.

Der erste Zwischenfall ereignete sich am Samstagabend. United-Flug 96 nach Berlin war mit 173 Passagieren erst gerade in Newark gestartet, als es Probleme mit dem Triebwerk gab. Was genau passiert war, ist nicht klar. Eine FBI-Mitarbeiterin, die in amerikanischen Medien zitiert wurde, berichtete, beim Start sei ein Reifen geplatzt. Die Teile, die dabei abfielen, gerieten ins Triebwerk und beschädigten dieses. Von der Untersuchungsbehörde FAA hieß es lediglich, dass das Triebwerk nach dem Start überhitzt gewesen sein und ungewöhnliche Geräusche von sich gegeben habe. Laut dem Fachportal Aviation Herald meldeten die Piloten einen Notfall. Gegen 20:10 Uhr (Ortszeit) konnte die Boeing B757 wieder landen, nachdem sie etwa eine Stunde lang über Newark gekreist war, um Kerosin zu verbrennen.

Seltsamer Geruch

Am Sonntag dann das nächste Problem: Die Piloten von Flug 409 von Newark nach Seattle bemerkten einen seltsamen Geruch im Cockpit. Auch dieser Flug musste daher umkehren. Später gab die FAA bekannt, dass der Flieger Probleme mit der Klimaanlage hatten, die zum seltsamen Geruch geführt hatten. Am selben Tag musste auch eine Boeing B737, die am George Bush Intercontinental Airport in Houston gestartet war, aus «Gründen der Vorsicht» umkehren. Auch hier hatte es technische Probleme mit den Triebwerken gegeben, die bisher nicht näher spezifiziert wurden.

United kündigte nun an, die Zwischenfälle vom Wochenende genauer zu untersuchen. In der Branche werden bereits erste Stimmen laut, die bezweifeln, dass United in der Lage ist, ihr eigenes Wartungssystem mit dem von Continental zu kombinieren - auch, wenn bei keinem der Zwischenfälle vom Wochenende jemand verletzt wurde. «Die Frage ist, wie gut die Flieger gewartet wurden», sagt etwa Luftfahrtexperte Steve Ganyard gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender ABC. «Sind die Geschehnisse vom Wochenende ein Zufall oder steckt ein größeres Problem dahinter?»

Mehr zum Thema

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier