Die Orbis-DC-10-30F in der Mongolei: Einen Monat lange wurden Ärztinnen und Ärzte ausgebildet und Menschen behandelt.

Orbis 1 in der MongoleiDie fliegende Augenklinik in einer McDonnell Douglas DC-10

Die Hilfsorganisation Orbis schult medizinisches Personal und behandelt Kranke mit Augenleiden in Entwicklungsländern. Kürzlich machte die Augenklinik in einer McDonnell Douglas DC-10 in der Mongolei Halt.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am Donnerstag, den 1. August, landete nach vier Stunden und 47 Minuten Flugzeit am Flughafen von Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, ein besonderes Flugzeug: die DC-10-30F mit der Kennung N330AU, besser bekannt als Orbis Flying Eye Hospital. Die Mission: Lokale Ärztinnen und Ärzte in aktuellen medizinischen Verfahren zu schulen und Menschen vor Ort zu behandeln.

Orbis ist eine Hilfsorganisation, die sich der Behandlung und Prävention von Blindheit, Sehbehinderungen und Augenkrankheiten in Entwicklungsländern in Südostasien, Indien, Lateinamerika und Afrika widmet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 setzt Orbis auf Flugzeuge, die zu fliegenden Augenkliniken umgerüstet werden.

Drittes Flugzeug in Einsatz

Das erste Flugzeug war eine Douglas DC-8 mit dem Kennzeichen N220RB, gesponsert von United Airlines. Schnell stellte sich heraus, dass der Vierstrahler zu wenig Platz bot. Mit Hilfe privater Spenden wurde 1992 eine McDonnell Douglas DC-10 für 14 Millionen Dollar angeschafft. Diese Maschine war bis 2016 im Einsatz und steht seitdem in Tucson, Arizona.

Das aktuelle Flugzeug, die dritte Generation der Orbis-Flotte, wurde von Fedex gespendet und ist seit dem 2. Juni 2016 im Einsatz. Fedex unterstützt das Projekt auch mit Pilotinnen und Piloten und übernimmt die Wartung der Maschine. Ausgestattet ist die fliegende Klinik mit modernster Technik.

Autarke fliegende Klinik

Im vorderen Teil der Kabine befinden sich 46 Sitze in einer 3-3-3-Konfiguration, die sowohl als Passagierbereich als auch als Klassenzimmer mit einem 3D-Videodisplay dienen. Das erlaubt, die im Krankenhausbereich der Maschine durchgeführten Operationen live zu verfolgen.

Der Krankenhausbereich umfasst einen Operationssaal, Laser- und Aufwachzimmer. Anders als bei den Vorgängermodellen ist die medizinische Ausrüstung nicht fest installiert, sondern in Modulen untergebracht, die entladen werden können.

Die fliegende Augenklinik ist vollständig autark, dank Generatoren, Wasserreinigern und Sauerstoffkonzentratoren, die im unteren Frachtraum transportiert werden. Diese Geräte gewährleisten, dass Temperatur, Luftstrom und Luftfeuchtigkeit im Flugzeug den Krankenhausstandards entsprechen, unabhängig von den äußeren Wetterbedingungen.

Erfolg in der Mongolei

In der Mongolei hatten allein in der ersten Woche über 70 Augenärzte die Möglichkeit, ihre chirurgischen Fähigkeiten sowohl an künstlichen Augen als auch an speziellen Virtual-Reality-Geräten zu verbessern. Die Organisation zieht eine positive Bilanz.  «Ich habe von den Assistenzärzten hier in der Mongolei die Rückmeldung bekommen, dass sie die Simulationsausrüstung wirklich zu schätzen wissen – eine Technologie, die sie normalerweise nicht nutzen können», so Maurice Geary, Direktor der fliegenden Klinik.

Die DC-10 hat die Mongolei inzwischen verlassen. Am Montag, den 26. August, flog sie nach Angeles City, einer Stadt 80 Kilometer nördlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Dort warten die nächsten Ärzte und Patienten.

Mehr zum Thema

Eine MD-10-30 wird die bisherige DC-10-10 bald ersetzen. Durch den Wechsel zum neueren Modell spart Orbis Zwischenlandungen und Treibstoff - und so Geld.

DC-10 als fliegendes Krankenhaus

Doppelname für Dreistrahler: Die DC-10 trug bei Fedex aufgrund einer Modifikation den Namen MD-10. Im Bild eine MD-10-30.

Fedex schickt die letzte MD-10-10 der Welt in Rente

Airbus A380 von British Airways: Die meisten großen Jets stehen derzeit am Boden.

A380 und 747 sollen zu Intensivstationen werden

<p style="text-align: left;">Sie ist bald 47 Jahre alt, die McDonnell Douglas DC-10-30.</p>

Feuerwehr-Airline frischt ihren Oldie auf

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin