Pilatus PorterDer allerletzte PC-6 hat das Werk von Pilatus verlassen

Nach 63 Jahren endet eine Ära. Pilatus Aircraft hat den allerletzten PC-6 Porter offiziell an eine indonesische Airline ausgeliefert. Das Modell gilt bis heute als Kultflieger.

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Es war eine fliegerische und bergsteigerische Sensation. Um Material zu dem auf 5700 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Basislager 2 zu bringen, setzte eine schweizerische Himalaya-Expedition 1960 ein Flugzeug ein. Das war deutlich schneller, als Horden von Trägern zu beschäftigen. Sie wählte dazu ein heimisches Erzeugnis, den Pilatus PC-6.

Mit dem einmotorigen Propellerflugzeug absolvierten die beiden Piloten Ernst Saxer und Emil Wick Landungen und Starts auf fast 6000 Meter über Meereshöhe, um die Bergsteiger zu versorgen. Das ist bis heute unerreicht. Und sie stellten damit einen Weltrekord auf. Die Erstbesteigung des 8167 Meter hohen Dhaulagiri gelang wenig später.

Spektakulärer Einsatz im Himalaya

Der auf den Namen Yeti getaufte PC-6 hatte weniger Glück. Am 5. Mai 1960 stürzte er nach dem Start auf dem Dambush Pass aus geringer Höhe ab und erlitt Totalschaden, die beiden Piloten blieben unverletzt. Trotzdem wurde das Flugzeug auch durch den spektakulären Einsatz im Himalaya weltberühmt.

Der 10,9 Meter lange Schulterdecker mit einer Spannweite von 15,9 Metern kann etwas mehr als eine Tonne Fracht oder zehn Fluggäste über 925 Kilometer transportieren und gilt als extrem robust. Dank Stol-Eigenschaften (Abkürzung von Short Take-Off and Landing) kann er auf unbefestigten Pisten von nur 440 Meter Länge starten und braucht nur 315 Meter zum Landen. Dank großen Schiebetüren ist er einfach zu beladen.

Spektakulärer Einsatz im Himalaya

Diese Eigenschaften machten den Pilatus PC-6, der gerne auch Pilatus Porter genannt wird, vor allem in abgelegenen Regionen der Welt beliebt. Seit dem Erstflug am 4. Mai 1959 wurden fast 600 Exemplare gebaut, davon rund 100 in Lizenz durch Fairchild-Hiller in den USA. Vor fünf Jahren gab Pilatus Aircraft bekannt, die Produktion einzustellen.

Am Montag (12. Dezember) wurde – durch die Pandemie deutlich verspätet – der letzte Pilatus PC-6 ausgeliefert. Die indonesische Smart Aviation hat den Flieger am Werk in Stans in der Zentralschweiz in Empfang genommen. Der finale Porter trägt die Seriennummer 1019 und das Kennzeichen PK-SNF.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Eindrücke des Pilatus PC-6.

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