Leitwerk eines Airbus A220 von Air Baltic: künftig mit österreichischen Teilen.

Auftrag für FACCDer Airbus A220 wird österreichischer

Der Flugzeugbauer hat den Leichtbauspezialisten FACC aus Oberösterreich mit der alleinigen Produktion der Höhen- und Seitenruder des A220 beauftragt. Der Vertrag ist gestern unterzeichnet worden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Sie kennen sich bereits. Schon jetzt fertigt FACC für Airbus zahlreiche Komponenten von A320, A330 und A350. Dazu gehören Teile für Tragflächen und Triebwerke oder der Kabinenausstattung. Jetzt kommen das komplette Seitenruder und die beiden Höhenruder für den A220 dazu.

Beide Bauteile sind rund sechs Meter lang und knapp zwei Meter breit. Sie dienen der Steuerung und Stabilisierung des Airbus A220 in der Luft. Für FACC-Chef Robert Machtlinger ist der Auftrag ein Zeichen des Know-hows seines Unternehmens und der guten Zusammenarbeit. Die Geschäftsbeziehung zwischen Airbus und FACC  begann 1981 mit der Lieferung einer Stützstange für die Fußbodenquerträger des A300.

Rund 100 neue Angestellte

Der neue Vertrag läuft so lange, wie der A220 gebaut wird. 1000 bis 1500 Flugzeuge dürften in den kommenden 15 Jahren gefertigt werden, schätzt Machtlinger. Der Auftragswert über diesen Zeitraum belaufe sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Anfang 2022 soll FACC - die Abkürzung steht für Fischer Advanced Composite Components – die ersten Teile ausliefern.

Insgesamt wird FACC 15 Millionen Euro in die Fertigung der A220-Teile investieren und 100 Mitarbeitende dafür anstellen. Diese werden noch gesucht. Der Facharbeitermangel sei da ein großes Problem, so Machtlinger.

Achtgrößter Zulieferer

FACC ist das achtgrößte Zulieferunternehmen von Airbus. Insgesamt beliefern 100 österreichische Firmen den Flugzeugbauer mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 350 Millionen Euro.

Mehr zum Thema

Zulieferer FACC leidet auch unter der Coronakrise

Erfolgsformel leicht aber stahlhart

Ruag baut Rumpfsektionen für Airbus' A320-Familie: Rund 30 Prozent Rückgang.

Zulieferer haben wegen Corona-Krise zu kämpfen

Airbus A220-300: Das geht noch weiter.

Airbus A220 soll 7400 Kilometer weit fliegen

airbus a350 900 delta air lines

Anonymer Kunde bestellt 15 Airbus A350

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack