Flieger von Virgin Atlantic (Werbeaufnahme): Amerikanische Begehrlichkeiten.

Großer Poker um Virgin Atlantic

Delta plant offenbar gemeinsam mit Air France-KLM die Machtübernahme bei der britischen Airline. Es ist auch ein Angriff auf British Airways.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Welt des Richard Branson änderte sich spätestens im Oktober. Damals musste der exzentrische Milliardär, Multibranchenunternehmer und Airlinebesitzer einsehen, dass er mit seinem Alleingang langfristig nicht überleben kann. Seine Virgin Atlantic werde er bald in ein globales Bündnis führen, gab er damals bekannt. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten. Geht es nach der britischen Zeitung Sunday Times, könnte die Annäherung bald noch sehr viel weiter gehen. Delta Airlines sei in den letzten Wochen an Singapore Airlines herangetreten, um über deren 49-Prozent-Anteil an Virgin zu verhandeln. Die Asiaten gaben schon 2011 bekannt, dass sie für einen Verkauf der Beteiligung durchaus offen wären.

Sollte es zum Abschluss zwischen Singapore und Delta kommen, wäre das gemäß Sunday Times nur der Anfang einer großen Veränderung. Nach dem Einstieg der Amerikaner werde Air France-KLM mit Branson über den Kauf von weiteren Anteilen verhandeln, so das Sonntagsblatt. Der Gründer würde dadurch seine Mehrheit verlieren, bliebe aber beteiligt. Der Vorteil dieser Lösung: Die Partner Delta und Air France-KLM, die zusammen den Kern der Skyteam-Allianz bilden, bekämen eine starke Basis in London und könnten so British Airways zusätzlich unter Druck setzen. Zudem würde dank Branson und dem französisch-niederländischen Gespann Virgin Atlantic weiterhin einen europäischen Hauptaktionär haben, wie es die EU vorschreibt. Und der bärtige Brite mit der Silbermähne bliebe auch als Aushängeschild mit an Bord.

Völlig neue Ziele

Eine Virgin-Sprecherin kommentierte gemäß der Nachrichtenagentur Reuters den Bericht mit dem Satz, man spreche immer mit vielen Fluggesellschaften über verschiedene Themen. Man äußere sich aber nie zu Details. Gegenüber dem Wall Street Journal ergänzte ein Sprecher von Singapore Airlines, man überprüfe Investitionen regelmäßig. Ein Entscheid bezüglich des Anteils an Virgin sei aber noch nicht getroffen worden. Bei Delta wollte niemand einen Kommentar abgeben.

Virgin Atlantic bedient mit einer Flotte von 42 Flugzeugen, darunter 13 Boeing B747-400, ab der Basis London Heathrow 43 interkontinentale Destinationen in zwanzig Ländern. Kürzlich übernahm die Fluggesellschaft 14 Landerechte von BMI in Heathrow. Ab April will sie nun damit ins Inlandsgeschäft einsteigen und als erstes Edinburgh und Aberdeen bedienen. Seit längerem ist British Airways der Erzrivale von Branson. Mit den neuen Verbindungen von Virgin gerät die Traditionsairline immer stärker unter Druck.

Mehr zum Thema

ticker-delta-airlines

Delta plant Rückkehr nach Singapur

ticker-delta-airlines

Toilettenproblem sorgt für Odyssee bei Flug von Delta Air Lines

ticker-delta-airlines

Delta verbindet Austin mit Paris

ticker-delta-airlines

Rauch im Cockpit: Delta evakuiert Boeing 757 in Atlanta

Video

So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack