Ein Airbus A320 von Avion Express: Eurowings mietet im Sommer 14 Maschinen vom ACMI-Anbieter.

Hinzugemietete FlugzeugeDas sind die Wet-Lease-Partner von Eurowings im Sommer

Drei Wet-Lease-Partner mit insgesamt 21 Maschinen. Eurowings stockt die Flotte um rund ein Fünftel auf. Eine Übersicht.

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Eurowings setzt auf Wachstum. Im Interview mit aeroTELEGRAPH sagte Airline-Chef Jens Bischof kürzlich, dass Eurowings eine Flotte von rund 150 eigenen Flugzeugen aufbauen könne. Um mit den «Marktführern unserer Branche auf Augenhöhe begegnen zu können, sollten wir perspektivisch aber eine Zwei vor der Flottengröße stehen haben», so Bischof.

Eurowings stehen in diesem Sommer aber nur rund 100 Maschinen der A320-Familie zur Verfügung. Um die geplanten Sommerkapazitäten abdecken zu können, «setzen wir an ausgewählten Standorten zusätzliche Flugzeuge von Airline-Partnern ein», erklärt eine Airline-Sprecherin auf Anfrage von aeroTELEGRAPH.

Drei Partner-Airlines

Die Lufthansa-Tochter setzt dabei mit Air Baltic, Tuifly sowie Avion Express beziehungsweise Avion Express Malta auf drei Wet-Leasing-Partner. Als Wet-Leasing wird die Miete eines Flugzeugs inklusive Cockpit-Crew, Kabinenpersonal, Wartung und Versicherung für eine bestimmte Zeit bezeichnet. Die drei Partner sind keine Unbekannten, schon im vergangenen Sommer setzte Eurowings auf deren Dienste.

Dabei kann das «Serviceprodukt oder das Kabinendesign teilweise etwas abweichen», so die Sprecherin weiter. Keine Abstriche macht Eurowings beim Thema Sicherheit, wie die Airline betont: «Alle Airline-Partner werden nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards der Lufthansa Group ausgewählt und die Flugzeuge entsprechend gewartet».

Regelmäßige Qualitätschecks

Eurowings will mit «regelmäßigen Qualitätschecks» überprüfen, ob die eigenen Standards eingehalten werden. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, werden alle Reisenden, deren Flüge mit Partner Airlines durchgeführt werden, im Vorfeld darüber informiert. Alle Flüge haben Eurowings-Catering an Bord.

Mit den hinzugelegten Flugzeugen wird die Flotte um 21 Maschinen wachsen. In Düsseldorf wird Eurowings mit fünf Airbus 220-300 von Air Baltic unterstützt. Die staatliche Fluglinie Lettlands wird in der Sommerflugplanperiode 2023 im gesamten Streckennetz ab Düsseldorf eingesetzt, teilt die Fluggesellschaft mit. Air Baltic betreibt eine reine A220-Flotte und ist in diesem Sommer auch für Eurowings-Schwester Swiss im Einsatz.

Elf Heimtbasen in Europa

Die meisten Maschinen mietet die Lufthansa-Tochter für die Sommerflugplanperiode von der litauischen Charterairline Avion Express, genauer: von deren maltesischem Ableger Avion Express Malta. Insgesamt 14 Airbus A320 werden im Sommer für Eurowings unterwegs sein. Stationiert werden die Maschinen an allen «Heimatbasen» und im gesamten Netzwerk eingesetzt, teilt die Airline mit.

Eurowings betreibt aktuell Heimatbasen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Köln und Stuttgart. International sind die Stationen in Mallorca, Prag, Pristina, Salzburg und Stockholm.

Zwei Boeing 737

Zudem wird Eurowings am Flughafen Köln/Bonn weiter mit zwei Boeing 737-800 von Tuifly unterstützt. Im Vergleich zu den anderen beiden Partnerfluggesellschaften ist der Einsatz ganzjährig geplant. Die beiden Boeings, die einzigen in der gesamten Flotte, werden zu Zielen im gesamten Netzwerk eingesetzt, heißt es von der Airline.

Mit den 21 zusätzlichen Flugzeugen mietet Eurowings nahezu genau die Kapazität, die Jens Bischof im Interview mit aeroTELEGRAPH angekündigt hatte. Damals sprach er von rund 20 Maschinen. Zudem wollte er versuchen, mit drei Anbietern auszukommen, Tuifly inklusive. Das hat die Airline geschafft.

Anm. d. Red: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass Eurowings in München eine Basis betreibt. Das ist falsch. Wir haben den Fehler korrigiert. 

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