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Lufthansa unter größten Kunden

Das sind Boeings offene Bestellungen für 787

Der Flugzeugbauer darf nach langer Pause wieder Dreamliner ausliefern. Nicht nur Lufthansa wartet. Ein Überblick über Kunden und offene Orders für Boeing 787.

Emirates/Etihad/Boeing/Montage aeroTELEGRAPH

Boeing 787 von Emirates, Lufthansa und Etihad: Gehören zu den größeren Wartenden.

Es ist so weit. Boeing hat von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA grünes Licht erhalten und darf wieder Dreamliner ausliefern. Im Oktober 2020 hatte der Hersteller die 787-Auslieferungen erstmals aufgrund von Produktionsproblemen stoppen müssen. Im Frühjahr 2021 nahm er die Lieferungen wieder auf, stoppte sie aber kurz darauf erneut aufgrund von neuen Schwierigkeiten.

Boeing hat in der Zeit rund 120 unausgelieferte 787 angesammelt. Die sollen nun schnell vom Hof. American Airlines will schon am Mittwoch (10. August) einen Dreamliner in Empfang nehmen, wie die Fluglinie mitteilt. Die Maschine werde das Kennzeichen N880BJ tragen und die 47. Boeing 787 von American Airlines sein.

Lufthansa und Etihad ganz vorne

Doch von welchen Kunden hat Boeing überhaupt noch wie viele offene Dreamliner-Orders? Ein Blick ins Orderbuch zeigt: Ende Juni 2022 waren es offene Bestellungen für 476 der Langstreckenflugzeuge – 39 Boeing 787-8, 316 Boeing 787-9 und 121 Boeing 787-10.

Unter den Kunden befinden sich mehr als 30 Fluggesellschaften, darunter sieben, die jeweils 20 oder mehr direkt bei Boeing gekaufte Dreamliner erwarten: All Nippon Airways 20 (acht 787-9 und zwölf 787-10), Korean Air 20 (je zehn 787-8 und 787-10), Qatar Airways 23 (787-9), American Airlines 25 (787-9), Emirates 30 (787-9), Etihad Airways 32 (elf 787-9 und 21 787-10) und Lufthansa 32 (787-9).

Auch Leasingfirmen warten auf 787

Dabei handelt es sich allerdings nur um direkten Käufe. Hinzu kommen können weitere Flieger via Leasing oder über andere Finanzierungsmodelle – bei American Airlines sind es neben den 25 gekauften etwa weitere 18. Auch das bildet sich bei den offenen Orders ab.

So wartet bei den Leasingunternehmen Aercap noch auf 23 Dreamliner (21 787-9 und zwei 787-10), Air Lease Corporation auf 23 (sieben 787-9 und 17 787-10) und BOC Aviation auf drei (787-9). Aufs Konto der hauseigenen Boeing Capital Corporation, die Finanzierungslösungen anbietet, gehen nochmals 21 der Jets (13 787-8 und acht 787-9).

Viele Flugzeuge für ungenannte Kunden

Zudem gibt es viele 787-Orders, die vorerst diskret behandelt werden. So finden sich in der Kategorie der ungenannten Kunden Aufträge für 65 Dreamliner (sieben 787-8, 40 787-9 und 18 787-10).