Wunderwerk der Ingenieurskunst: Die Antonov An-22 absolvierte ihren Jungfernflug 1965.

Antonov An-22Das größte Turbopropflugzeug der Welt fliegt wieder

Die Antonov An-22 war eine Meisterleistung sowjetischer Ingenieurskunst, kommerziell aber ein Flop. Nun fliegt das einzige zivile Exemplar wieder.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Ein ganzes Jahr lang stand sie im Hangar. Die Antonov An-22 mit dem Kennzeichen UR-09307 wurde generalüberholt. Jetzt kam die 45-jährige Maschine rundum aufgefrischt erstmals wieder zu einem Einsatz. Für das spanische Verteidigungsministerium transportierte sie Hubschrauber und Ersatzteile zwischen Madrid und Baghdad.

«Dank dem 4,4 Meter hohen Frachtraum mussten die Rotoren der Helikopter nicht abgebaut werden», kommentiert ein Sprecher von Antonov Airlines. Dadurch habe sich die Lieferzeit verkürzt. Die ukrainische Fluggesellschaft besitzt mit der An-22 ein Unikat - sie ist die letzte zivile Betreiberin des gigantischen Turboprop-Frachters.

Große Klappe im Heck

Die An-22 war der erste Megafrachter. In den 1950er-Jahren hatte die Sowjetarmee Bedarf für ein Transportflugzeug, das schwere Gerätschaften über große Distanzen fliegen kann. Der Konstrukteur Antonov entwickelte ein neues Flugzeug, das zuerst unter dem Projektnamen An-20, später als Modell 100 lief. Als der Prototyp 1964 erstmals aus dem Hangar gerollt wurde, bekam der Flieger den Namen An-22. Am 27. Februar 1965 absolvierte er seinen Jungfernflug.

Die Antonov An-22 wirkt wie eine vergrößerte An-12. Sie besitzt aber ein auffälliges Doppelleitwerk. Dank ihrer hohen Nutzlast von 80 Tonnen bekam sie den Beinamen Antei, die russische Bezeichnung für Anthäus, den Riesen aus der griechischen Mythologie. Beladen wird der Megatransporter über eine große Klappe im Heck.

Für Schotterpisten ausgelegt

Dank eines extrastarken Fahrwerks mit 14 Rädern kann das Flugzeug auch auf unbefestigten Pisten starten und landen. Bei voller Beladung kommt die An-22 rund 5000 Kilometer weit. Obwohl die An-22 mit ihren vier gegenläufigen Vierblattpropellern eine Meisterleistung sowjetischer Ingenieurskunst war, war sie kein kommerzieller Erfolg.

Nur 68 Stück wurden gebaut. 59 Exemplare wurden inzwischen verschrottet oder sind nicht mehr flugfähig. Acht An-22 fliegen noch für die Russische Luftwaffe. Die UR-09307 ist als einzige zivile Maschine für Antonov Airlines unterwegs. Die ukrainische Frachtairline bietet sie mit einer Nutzlast von 60 Tonnen an.

In der oben stehenden Bildergalerie erfahren Sie mehr über die Antonov An-22.

Mehr zum Thema

A model of the «elephant».

Ein erstes Modell des neuen russischen Megafrachters

An-158 und Antonov-Chef Oleksandr Donets: «Derzeit ist das Antonov-Werk in der Lage, 10 bis 15 Flugzeuge pro Jahr zu produzieren.».

«Beabsichtigen, Produktion der An-158 wieder aufzunehmen»

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Flugzeuge von Qatar Airways und Air Serbia am Flughafen Moskau-Sheremetyevo (Archivbild 2022): Auch heute fliegen viele internationale Airlines nach Moskau.

Mehr ukrainische Drohnen: Russlands Luftraum wird zum Risiko für internationale Airlines

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack