Instrumente im Cockpit: Werden sie bald nur noch von einer Person bedient?

Nur noch ein Pilot im CockpitDas Ende der Kopiloten

Airbus und Boeing arbeiten am pilotenlosen Cockpit. Zuerst könnte aber ein Zwischenschritt kommen - Flugzeuge mit nur einem Piloten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Es gibt sie schon, Flugzeuge ohne Piloten. Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems beispielsweise testet derzeit mit einer Jetstream 31 seit einiger Zeit ganz offiziell das pilotenlose Fliegen. Sowohl Airbus als auch Boeing forschen an einer Zukunft ohne Menschen im Cockpit. Sie sind entschlossen, das bisher Undenkbare möglich zu machen.

Dass das keine ferne Zukunftsmusik ist, erklärte kürzlich auch Boeings Entwicklungschef Mike Sinnet. «Ich kann mir vorstellen, dass es in weniger als fünf Jahren passiert. Für den kommerziellen Betrieb wird es wohl länger dauern», so der Forscher. Die Flugzeugbauer haben dabei nicht nur die Reduktion der Personalkosten im Auge sondern auch die Sicherheit. «90 Prozent der Fehler bei Flugunfällen gingen auf menschliches Versagen zurück», erklärte Airbus-Chef Tom Enders einmal. Er ist darum überzeugt, dass fliegen ohne Piloten in Zukunft zum Standard wird.

Großes Interesse

Noch gibt es aber ein Problem. Auch wenn die Technik schnelle Fortschritte macht - bei den Passagieren kommt der Gedanke schlecht an, dass vorne gar niemand sitzt. Darum es könnte zuerst eine Zwischenstufe geben. Diverse Unternehmen arbeiten an Konzepten eines Cockpits mit nur einem Piloten. «Wir schauen uns das an. Wir werden das wohl zuerst im Frachttransport sehen. Dort stellt sich die Passagierfrage nicht», zitiert die Zeitung The Guardian Boeing-Manager Charles Toups.

Der Wartungskonzern ST Aerospace zeigte gemäß dem Blatt auf der Singapore Air Show ein Konzept zum Umbau des Cockpits auf den Einpiloten-Betrieb im Rahmen der Umwandlung von Passagier- in Frachtjets. Es gebe eine globales Interesse, so Betriebschef Jeffrey Lam. «Ich glaube die Frachtfirmen schauen gegenseitig, was der andere tut. Wenn einer es macht, werden andere folgen. Denn es geht um große Kostenersparnisse».

Nicht der erste Abbau

Einen Personalabbau gab es im Cockpit bereits einmal. Früher saß ein dritter Mann ganz vorne. Der Flug- oder Bordingenieur – auch zweiter Offizier genannt – war verantwortlich für die Überwachung der Flugzeugsysteme. Sie wurden ab Anfang der Achtzigerjahre durch die zunehmende Computerisierung abgelöst. Davor hatte es teilweise auch sogenannte Navigatoren gegeben, die sich um die Orientierung über dem Meer kümmerten.

Mehr zum Thema

Piloten im Dreamliner-Simulator: Noch in diesem Jahr soll ein Algorithmus mit Simulatorflüge starten.

Boeing will Flugzeuge ohne Piloten fliegen lassen

Jetstream 31 mit Kennzeichen G-BWWW: Ohne Zutun der Piloten unterwegs.

Dieses Flugzeug fliegt ohne Piloten

alaska airlines

Alaska Airlines ist nun anders stolz auf Boeing

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack