Jetstream 31 mit Kennzeichen G-BWWW: Ohne Zutun der Piloten unterwegs.

Test von BAE SystemsDieses Flugzeug fliegt ohne Piloten

Ladies and gentlemen, this is your robot speaking: In Großbritannien testen BAE Systems ein Flugzeug, das sich ganz von alleine fliegt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Was für viele noch unvorstellbar ist, wird anderswo schon ernsthaft in Betracht gezogen. Technisch sei autonomes Fliegen einfacher umzusetzen als autonomes Autofahren, meinte dieser Tage Airbus-Konzernchef Tom Enders. Nicht zuletzt könne man so auch Fehlerquellen ausmerzen. Fliegen sei zwar heute sehr sicher. Das Restrisiko heiße aber Mensch. «90 Prozent der Fehler bei Flugunfällen gingen auf menschliches Versagen zurück», so Enders. Er ist darum überzeugt, dass fliegen ohne Piloten in Zukunft zum Standard wird.

Es wird nicht nur diskutiert, anderswo wird schon fleißig ausprobiert. Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems testet derzeit ein Flugzeug ohne Piloten. Mit einer umgebauten Jetstream 31 wird am Flugplatz Warton nördlich von Liverpool eine Serie von 17 Flügen durchgeführt. Computer steuern die Turbopropmaschine mit dem Kennzeichen G-BWWW über 480 Kilometer nach Inverness in Schottland. Die Route wurde gewählt, weil sie wenig beanspruchten Luftraum nutzt.

Flugzeug trifft selbst Entscheide

Im Cockpit der ungewöhnlichen Jetstream hat BAE Systems eine Infrarot-Kamera installiert. Sie kann verschiedene Wolkentypen genauso erkennen wie andere Flugzeuge. Ergänzend sind am Flieger sieben optische Kameras angebracht, die Daten an die Computer senden. Basierend auf die so gesammelten Daten, trifft das Flugzeug autonom Entscheide - es weicht etwa schlechtem Wetter aus.

Der Flug ohne menschliches Dazutun wird eng überwacht. An Bord sitzen zwei Piloten, die Starts und Landungen durchführen und beim Reiseflug im Notfall eingreifen. Zudem wird die Reise vom Boden aus von Ingenieuren genau mitverfolgt. BAE Systems rechnet damit, dass die Technik bald marktreif ist. Schon 2020 erwarten die Briten, Flugzeuge ohne Piloten am Himmel zu sehen.

Akzeptanz der Passagiere muss da sein

Das System ähnelt dem, was in den USA getestet wird.  Die Forschungsabteilung der US Army experimentiert mit einem Roboter, der als Kopilot ein Flugzeug steuert. Dabei sind im Cockpit verschiedene Kameras positioniert, die alle Instrumente, Schalter und Anzeigen im Blick haben. Der Roboter nutzt dann alle Informationen um ein eigenes Computerprogramm damit zu füttern und darauf basierend zu handeln. Für die Bedienung des Steuerknüppels hat Alias einen Roboterarm.

BAE setzt dagegen auf ein ganz autonomes Fliegen. Das größte Problem aber haben die Briten noch nicht gelöst. Erst müssen auch die Passagiere akzeptieren, dass vorne im Flugzeug kein Mensch mehr sitzt, sondern ein Roboter. Das ist die größte Herausforderung.

Mehr zum Thema

Rollen an Hamburgs Flughafenzaun entlang: selbstfahrende Roboter.

Am Flughafen Hamburg patrouillieren bald KI-Roboter auf Rädern

Roboter von GMO und Flugzeug von JAL: Eine gute Kombination?

Humanoide Roboter sollen in Japan künftig Flugzeuge beladen und reinigen

«Roboterhund» Spot: Erkennt Paletten und passende Lagerplätze.

Airport München setzt auf Roboterhund und andere Helfer

Auch Delta Air Lines nahm die Technologie unter die Lupe, setzte die Tests aber in der Pandemie aus.

Delta verleiht Mitarbeitern Superkräfte

Video

Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies