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Streit um verlorene Türe

Bei Danube Wings fiel eine Türe aus dem Flieger. Nun streiten die Airline und die prominenten Passagiere, wer schuld ist.

Danube Wings

ATR von Danube Wings: Verlor eine Türe.

Die Geschichte begann am Donnerstagmittag (19. Januar). Die Spitzenmannschaft von Toulouse sollte vom Heimatflughafen aus nach Bristol fliegen, um dort ein wichtiges Spiel im Rugby-Europacup gegen die Mannschaft von Goucester zu absolvieren. Doch noch auf dem Vorfeld wurde es an Bord plötzlich unruhig. «Auf dem Weg nach Gloucester mit einem nicht sehr beruhigenden Flugzeug einer slowakischen Gesellschaft. Wünscht mir Glück», twitterte Spieler Yannick Nyang. «Wir verlieren eine Tür», meldete Spieler Vincent Clerc über den Kurznachrichtendienst. Und er schrieb weiter: «Der Notausstieg öffnete sich schon bei der kleinsten Berührung». Der Pilot von Danube Wings sagte den Flug daraufhin ab. Die Mannschaft musste auf einen Airbus wechseln, um mit vier Stunden Verspätung nach Großbritannien zu kommen.

Wie in jedem Rugbyspiel wird jetzt mit harten Bandagen gekämpft. Gemäß Danube-Wings-Marketingchef Matej Polonsky seien die Passagiere schuld. Einer der Spieler von Stade Toulousain habe zeigen wollen, wie «einfach es ist, diese Türe zu öffnen», sagte er der Zeitung La Depeche. Während der Demonstration der Sicherheitsmaßnahmen vor dem Abflug habe der Mann den Notausgang geöffnet, was einen Alarm im Cockpit ausgelöst habe. Daraufhin sei der Flugkapitän gezwungen gewesen, den Flug zu streichen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei fand man keinerlei Störungen am Flugzeug. Nun klagt die slowakische Billigairline gegen den Rugby-Club Toulouse. Die Klage lautet auf «Zerstörung des Flugzeuges».

Weniger Passagiere

Danube Wings ist die größte Airline der Slowakei. Sie fliegt ab der Heimbasis Bratislava im Inland nach Kosice und nach Salerno in Italien. Nächsten Sommer nimmt sie die Strecke von Dole nach London Southend auf. Dabei setzt sie drei ATR 72-202 ein. 2011 ging die Zahl der transportierten Passagiere um 13 Prozent auf 74’211 zurück. Das Management ist dennoch sehr zufrieden, da man zugleich die Flotte und entsprechend die Kapazitäten um 30 Prozent reduzierte.



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