Flieger von CSA beim Start: Dieses Jahr mit Gewinn.

CSA kaum begehrt

Die tschechische Regierung stellt die Nationalairline erneut zum Verkauf. Doch selbst der CSA-Chef sieht dafür kaum Chancen.

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In diesen Tagen bekommen die fünfzig größten Fluggesellschaften der Welt dicke Post aus Prag. Die tschechische Regierung lädt die Unternehmen mit einem Brief und Verkaufsunterlagen ein, an der Auktion von CSA Czech Airlines teilzunehmen. Bei Interesse sollen sie schon bis Ende November erste, aber noch unverbindliche Gebote beim Finanzministerium einreichen. Der Preis sei indes beim Verkauf nicht alleine ausschlaggebend, so die Regierung. Vielmehr müsse ein strategischer Partner langfristige Perspektiven für die tschechische Nationalairline aufzeigen können. Eine erster Privatisierungsversuch war 2009 gescheitert, weil sich damals nur ein Käufer für CSA interessierte.

Dieses Mal sollte es in den Augen von Premierminister Petr Necas klappen. «Jetzt ist ein guter Zeitpunkt», erklärte er vergangene Woche. Denn CSA schreibt derzeit nach einer harten Restrukturierung, die noch bis nächstes Jahr andauert, Gewinn. Das Management erwartet für 2012 einen Überschuss von rund einer Milliarde Kronen (39 Millionen Euro/48 Millionen Franken). Für 2013 rechnet es mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Vieles hänge aber von der Entwicklung des Ölpreises und des Dollarkurses ab.

Rund 150 Millionen Euro

Doch die Zuversicht bezüglich Verkaufserfolg teilt man bei CSA nicht. Der Markt für Airline sei schlecht, denn fast alle kleineren Unternehmen stünden zum Verkauf, sagte Miroslav Dvorak, Chef der Dachgesellschaft Cesky Aeroholding am Wochenende in einer Fernsehsendung. Die Chance, dass der zweite Privatisierungsversuch ein Misserfolg werde, stehe bei 70 Prozent. Letztes Jahr schätzte die Buchprüfungsgesellschaft KPMG den Wert von CSA auf 150 Millionen Euro. Die Airline betreibt eine Flotte von dreißig Fliegern von Airbus, Boeing und ATR.

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