Zwischenfall in New York JFKCrew von American will nicht zur Beinahe-Kollision aussagen

Vor einem Monat kam es in New York-JFK zu einem Fast-Zusammenstoß zweier Flieger von Delta und American Airlines. Bei der Untersuchung haben die Behörden ein Problem. Die Crew von American Airlines weigert sich, auszusagen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war wirklich knapp. 462 Meter trennten die beiden Flugzeuge im heikelsten Moment. Dies zeigt der erste Zwischenbericht, den die amerikanische Vekehrssicherheitsbehörde am 10. Februar veröffentlicht hat. Am 13. Januar war eine Boeing 737-900 von Delta Air Lines am Flughafen New York-JFK gerade gestartet. Da rollte eine Boeing 777-200 von American Airlines über die Piste.

Im letzten Moment gab der Kontrollturm der 737-Crew die Anweisung: «Scheiße, Delta 1943, Start abbrechen!». Und so ist nichts passiert. Doch bei der Untersuchung hatte das National Transportation Safety Board NTSB ein Problem. Die Tonaufnahmen des Cockpitstimmenrekorders aus der Boeing 777 waren bereits überschrieben worden, da das Gerät nur zwei Stunden Ton aufzeichnet.

Drei Versuche der Befragung scheiterten

Um genau zu wissen, wie es dazu kam, wollte das NTSB deshalb vertieft mit allen Beteiligten sprechen. Das klappte bei dem Personal von Delta und der Flugsicherung problemlos. Doch beim Cockpitpersonal von American Airlines stießen die Ermittler auf Widerstand. Man habe versucht, bei drei verschiedenen Gelegenheiten die Besatzung zu befragen: virtuell am 25. Januar, persönlich mit einem Gerichtsschreiber am 3. Februar und virtuell mit einem Gerichtsschreiber am 8. Februar, so das NTSB in einer Pressemitteilung.

Der Gerichtsschreiber war aufgeboten worden, um eine wortgetreue Abschrift der Interviews anzufertigen. Doch die «Besatzungsmitglieder von American Airlines weigerten sich bisher, bei der Bereitstellung von aufgezeichneten Interviews zu kooperieren», so das NTSB im Zwischenbericht. Dabei hat die Fluggesellschaft die drei sogar aus dem Arbeitsplan genommen, um an der Untersuchung teilzunehmen.

Vorladungen ausgestellt

Die Abschriften der Befragungen dienten als offizielle Aufzeichnungen der Befragungen und würden in den öffentlichen Akten aufgenommen, so das NTSB. Man habe darum am 10. Februar Vorladungen an jedes der drei American-Airlines-Besatzungsmitglieder ausgestellt, um sie zu zwingen, zu Befragungen in der NTSB-Zentrale in Washington, D.C., zu erscheinen., so die Behörde weiter.

Den Zwischenbericht können Sie hier herunterladen.

Mehr zum Thema

«Scheiße, Delta 1943, Start abbrechen!»

«Scheiße, Delta 1943, Start abbrechen!»

Die wartenden Jets auf der Rollbahn sind gelb markiert, der ankommenden Air-Canada-Flieger rot.

Müde Air-Canada-Piloten machten Fehler

Eine Animation zum Zwischenfall.

Boeing 767 fliegt über startende Boeing 737 hinweg

ticker-american-airlines

American Airlines entschädigt über 9500 Flugbegleitende für Catering-Chaos in London

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 der argentinischen Charterfirma Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Dieselbe Firma flog einst auch Javier Milei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack