Boeing 767 von Condor: Der Ferienflieger sollte von PGL übernommen werden.

GerichtsurteilCondor bekommt keinen Schadenersatz von PGL

Nachdem die Übernahme platzte, verlangte Condor Schadenersatz von PGL. Doch das Gericht lehnte die Klage ab, weil der Ferienflieger Vertragsbedingungen verletzte. Aber auch die Polen hatten keinen Erfolg.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es sei ein «großer Moment», so Rafal Milczarski am 24. Januar 2020. Der Chef der Luftfahrtgruppe PGL Polska Grupa Lotnicza gab damals bei einer Pressekonferenz den Kauf von Condor bekannt. Sogar die Regierung in Warschau trage die Übernahme mit, so der Manager weiter. Und auch Ralf Teckentrup als Chef des deutschen Ferienfliegers sprach von einem «ganz besonderen Tag».

Die Harmonie währte nicht lange. Zwei Monate später erreichte die Corona-Krise Europa. Und die staatliche PGL mit ihrer größten Tochter Lot schlitterte in eine tiefe Krise. Schon im April traten die Polen vom Vertrag mit Condor zurück. Und die abgesagte deutsch-polnische Hochzeit wurde zu einem Fall für die Gerichte.

Die Vertragsparteien machten einander gegenseitig Vorwürfe

Condor klagte gegen PGL und verlangte 56 Millionen Euro Schadenersatz für die Auflösung des Übernahmevertrages. PGL klagte zurück und forderte acht Millionen Euro von Condor. Beide warfen sie dem anderen vor, Abmachungen nicht eingehalten zu haben.

Inzwischen hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden, wie Legal Tribune Online berichtet. Es hat beide Klagen schon im Mai abgewiesen, was aber erst jetzt bekannt wurde. PGL und Condor hätten sich beide nicht an die abgemachten Bedingungen der Übernahme gehalten, so die Richter. Der Rücktritt vom Vertrag sei deshalb rechtens gewesen.

Die Vertragsparteien machten einander gegenseitig Vorwürfe

Condor und PGL hatten im Übernahmevertrag, wie das in Übernahmedeals immer der Fall ist, konkrete Vollzugsbedingungen vereinbart. Die Nichteinhaltung berechtigte die andere Partei zum Rücktritt vom Vertrag. So wurde gemäß Legal Tribune festgelegt, dass der Insolvenzplan von Condor gemeinsam abgestimmt werden sollte. Und daran hat sich der Ferienflieger offenbar nicht gehalten, wie es im Bericht heißt.

Doch sowohl Condor als auch PGL lassen es damit bewenden. Beide Klagen seien abgewiesen worden, so eine Sprecherin von Condor. «Keine der beiden Parteien hat Rechtsmittel eingelegt.»

Mehr zum Thema

Airbus A330-900 von Condor noch ohne Triebwerke: Erste Ziele sind bekannt.

Sieben von Condors A330 Neo sollten einst nach Asien gehen

Langstreckenjet von Condor: Lufthansa muss als Zubringer dienen.

Condor behält Lufthansas Zubringerflüge - und bekommt noch mehr

A Condor plane: «I speak Polish now.»

Das plant Lot mit Condor - wie reagiert Lufthansa?

ticker-polen

Polen beschafft sich Airbus A330 MRTT

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack