Airbus A320 Neo von Condor: Bald auch in europäischen Metropolen zu sehen.

Acht Strecken ab FrankfurtCondor setzt mehr auf Städtetrips und bastelt sich so gleich ein kleines Zubringernetz

Der Ferienflieger stationiert fünf Flugzeuge im Ausland und verbindet künftig drei deutsche und fünf europäische Metropolen mit Frankfurt. Das ist gut für Städtereisende - und für Condors Unabhängigkeit.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Condor setzt auf den Trend, dass Businessreisende ihren Dienstreisen zunehmend noch ein paar freie Tage als Freizeit anhängen. Bleisure nennt sich das in der Branche – ein Kofferwort aus Business und Leisure. Diesem Bedürfnis komme man auf der Langstrecke durch «Städtereiseziele wie New York und Bangkok» bereits nach, so der deutsche Ferienflieger. Jetzt folge man diesem «wachsenden Trend» auch auf der Kurzstrecke.

So erweitert Condor ihren Sommerflugplan 2025 um acht Routen ab Frankfurt. Die alle führen nicht zu klassischen Strandzielen, sondern in europäische Städte. Je ein Mal täglich geht es nach Berlin, Hamburg und München, Mailand-Malpensa, Prag, Rom-Fiumicino, Wien und Zürich. Airline-Chef Peter Gerber kündigt an, dazu fünf Jets aus Deutschland abzuziehen. Condor werde ein zusätzliches Flugzeug in Zürich, eines in Wien und erstmals auch Flugzeuge in Prag, Mailand und Rom stationieren.

«Aufregende City-Ziele»

Gerber begründet die Verlegung der Flugzeuge mit «exorbitant steigenden Standortkosten in Deutschland». Ziel sei, an den Basen im Ausland wirtschaftlich zu wachsen, so der Chef der Fluggesellschaft. Die neuen Destinationen nennt der Condor-Chef «aufregende City-Ziele, in denen man eine fantastische Zeit verbringen kann».

Doch es gibt noch einen Faktor, der eine Rolle spielen dürfte, auch wenn er in Condors Mitteilung keine Erwähnung findet: Die Airline kann aus all diesen Großstädten künftig Fluggäste nach Frankfurt bringen, wo diese auf Condors Langstrecken umsteigen können. Es sind also durchaus auch Zubringerflüge.

Condor braucht Zubringer

Und genau solche Verbindungen braucht Condor, da ihr Zubringer-Abkommen (im Jargon Special Pro-Rate Agreement oder kurz SPA) mit Lufthansa wackelt. Deutschlands größte Fluggesellschaft möchte Fluggäste des Ferienfliegers künftig nicht mehr zu so günstigen Konditionen wie aktuell nach Frankfurt fliegen und daher das Abkommen beenden. Darüber, ob Lufthansa das darf oder nicht, herrscht derzeit ein Rechtsstreit. Zudem gibt es zwischen den Fluglinien Gespräche über eine mögliche außergerichtliche Einigung.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Lufthansa und Condor: Der Rechtsstreit dauert an.

Gericht sieht Condor ohne Lufthansa-Zubringer «erheblich gefährdet»

Jets von Lufthansa und Condor: Die Zusammenarbeit läuft weiter.

Lufthansa muss weiterhin Zubringer für Condor fliegen

Die D-AICS ist ein Unikat. Als einziges Flugzeug von Condor trägt sie rosa Streifen.

Wie Condor zum pinken Airbus A320 kam - und wie er von innen aussieht

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg