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Zertifizierung erst 2021

Comac C919 droht weitere Verspätung

Comac intensiviert die Testphase der C919. Doch die für das kommende Jahr anvisierte Zertifizierung muss verschoben werden.

Comac

Der vierte Prototyp der Comac C919: Erfolgreicher Erstflug.

Am 1. August absolvierte die vierte Testmaschine ihren Erstflug. Rund eineinhalb Stunden überprüften die Piloten und Ingenieure Avionik, Start- und Landungseigenschaften, Flugsteuerung und Verhalten bei Vereisung. Die vier Prototypen der C919 reichen Herstellerin Commercial Aircraft Corporation of China, kurz Comac, aber noch nicht aus. Sie will bis Ende des Jahres zwei weitere bauen.

In den kommenden Monaten werde mit den sechs Fliegern dann das Testprogramm intensiviert, so Comac beim Start des vierten Jets. Die Prototypen der C919 würden dabei zu diversen Flughäfen fliegen und dort das Verhalten unter schwierigen Wetterbedingungen testen. Auch Hochrisikoflüge stehen auf der Agenda. Die chinesische Herstellerin wollte so eigentlich erreichen, dass der Kurz- und Mittelstreckenflieger kommendes Jahr zertifiziert werden kann.

Vor allem chinesische Kunden

Doch dieser Fahrplan ist bereits nicht mehr gültig. Wie Comacs Chefdesigner dieser Tage der Nachrichtenagentur China News Service erklärte, strebt man für die Zertifizierung neuerdings für 2021 an. Dadurch ist auch nicht mehr sicher, ob die Chinesen wirklich noch 2021 die erste C919 an Kunden ausliefern können, wie das zuletzt geplant war. Ursprünglich hatte die Übergabe an den ersten Kunden sogar 2016 stattfinden sollen.

Mit der Comac C919 will China Airbus A320 und Boeing 737 Konkurrenz machen. Von den bisherigen 815 bestellten Exemplaren stammen jedoch nur 34 aus Orders aus dem Ausland.



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