Jet von Aeroflot: In vielen Cockpits herrscht Unmut.

RusslandPiloten und Pilotinnen erheben schwere Vorwürfe gegen Aeroflot

Nichtbezahlung von Überstunden, Fälschung von Stundenzetteln, nicht als Arbeitszeit angerechnete Ausbildungsflüge. Das sind einige der Vorwürfe, die Cockpitcrews gegen Aeroflot erheben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Russische Airlines haben nicht nur Probleme durch fehlende Flugzeuge und Ersatzteile. Die größte Fluggesellschaft des Landes, Aeroflot, steht auch in Sachen Personal nicht gut da. So meldeten sich beispielsweise im vergangenen Sommer zur gleichen Zeit massenhaft Kabinencrew-Mitglieder krank und protestierten so gegen die Arbeitsbedingungen. Sogar eine Staatsanwaltschaft schaltete sich ein, da es Vorwürfe gab über zu lange Arbeitszeiten und über Schulungen, die den Angestellten nicht als Arbeitszeit angerechnet wurden.

Das sind die Vorwürfe

Doch schon im Dezember gab es erneut Beschwerden von Pilotinnen und Piloten - und die wiederholen sie jetzt mit Nachdruck. Wie das Portal Logistika Prim berichtet, hat sich Cockpitpersonal an die zuständige Staatsanwaltschaft gewandt und Dokumente vorgelegt, die massenhafte Verstöße gegen das Arbeitsrecht und «betrügerische Handlungen» des Flugdirektors von Aeroflot belegen sollen.

Den Angaben zufolge ignoriert das Flugmanagement der russischen Airline systematisch Arbeitszeitstandards, was zur Nichtbezahlung von Überstunden, zur Fälschung von Stundenzetteln und anderen Verstößen geführt habe. Zu den Hauptbeschwerden gehört die fehlende Erfassung der Arbeitszeiten von Fluglehrern und Flugbesatzungen bei der Durchführung von Schulungen, Flügen als Dienstpassagiere und anderen Tätigkeiten.

Vertuschen statt beheben?

Die Crews werfen dem Flugdirektor vor, die Mängel seit der Kritik im Dezember nicht behoben zu haben, sondern sie weiterhin vertuschen zu wollen. Zudem ignoriere er Anweisungen der Aufsichtsbehörden und lasse Kritiker in den eigenen Reihen versetzen oder degradieren, gerade bei den Ausbildern. Das habe dazu geführt, dass die Ausbildung in diesem Sommer quasi lahmgelegt werde. Die Staatsanwaltschaft prüft die Vorwürfe mittlerweile laut dem Bericht und hat von Aeroflot Unterlagen angefordert.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Aeroflot vor der Auslieferung: Da war noch alles in Ordnung.

Aeroflots Kabinencrews dürfen Mängel nicht mehr dokumentieren

Aeroflot-Stewardess vor einem Jet: Sind Flüge ausgefallen, weil Kabinenpersonal fehlt?

Aeroflot-Personal meldete sich zu Tausenden krank

Aeroflot erhöht Löhne der Pilotinnen und Piloten um rund 30 Prozent

Aeroflot erhöht Löhne der Pilotinnen und Piloten um rund 30 Prozent

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies