Superjet in den Farben von City Jet: Die Airline ist zuversichtlich.

Sukhoi erhält den ZuschlagCity Jet wählt Superjet und nicht C-Series

Die Regionalfluglinie ersetzt ihre Avros RJ85 mit bis zu 25 Sukhoi Superjets 100. Das Nachsehen im Milliardendeal mit City Jet hat Bombardier mit der C-Series.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist eine kleine Sensation. City Jet ersetzt ihre 18 Avro RJ85 mit Sukhoi Superjets 100. Insgesamt kauft die europäische Regionalairline mitten in der neuen Eiszeit zwischen West und Ost 15 Exemplare des Flugzeugs aus russischer Produktion. Die ersten vier Maschinen werden schon im kommenden Jahr an die Airline im Besitz der deutschen Beteiligungsfirma Intro Aviation ausgeliefert. Zugleich sicherte sich City Jet eine Option auf 10 weitere Superjets.

«Wir sind sehr erfreut, die erste europäische Airline zu sein, die diesen Flieger in ihre Flotte aufnimmt», erklärt City-Jet-Chef Pat Byrne in einer Mitteilung. Es sei ein Flugzeug, das neue Standards setze und vor allem auch die Bedürfnisse der Airline genau erfülle.  Das bedeutet vor allem eines: Der Superjet kann am London City Airport landen, wo City Jet ihren Hub hat.

2016 zunächst im Charterverkehr

Zudem lobt City Jet den Komfort der 2 Meter hohen Superjet-Kabine. Sie wird bei der Fluglinie mit Sitz in Irland mit 98 Sitzen in einer 3-2-Formation bestuhlt. «Nirgendwo sonst gibt es mehr Platz im Gepäckfach und in der Kabine», so Byrne. Ab 2016 sollen die neuen Flieger zunächst im Charterbereich eingesetzt werden, bevor sie 2017 im Linienverkehr ab London City zum Einsatz kommen.

Ein Hersteller ist einmal mehr der Verlierer im Kampf um einen wichtigen Auftrag: Die kanadische Bombardier mit ihrer C-Series. Auch sie war als mögliche Nachfolgerin für die BAE Avro RJ85 in Betracht gezogen worden. Es geht dabei um viel Geld. Mit der Option hat der Auftrag einen Wert nach Listenpreisen von 1 Milliarde Dollar.

Rubelkrise half Sukhoi

Ein wichtiges Verkaufsargument für den Superjet war neben dem von Byrne gelobten Komfort sicherlich auch der Preis: Indirekt profitiert der Hersteller von der Rubelkrise, weil er seine Flieger so billiger anbieten kann als die Konkurrenz.

Vor City Jet wählte bereits VLM Airlines - eine ehemalige Schwestergesellschaft – Superjets zur Expansion. Auch sie betonte dabei den Komfort. Die Einführung wurde bei der belgischen Fluglinie verschoben. Daher wird nun City Jet Erstbetreiber in Westeuropa.

Mehr zum Thema

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier