Vision Jet von Cirrus: Der Fallschirm ist über dem Triebwerk installiert.

ErfindungCirrus bringt ersten Businessjet mit Fallschirm

Der amerikanische Hersteller von Kleinflugzeugen hat die Zulassung für einen Very Light Jet erhalten. Die Maschine von Cirrus ist mit einem revolutionären Rettungssystem ausgestattet.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Ein Triebwerksausfall ist bei einmotorigen Flugzeugen eine unschöne Sache. Kein Wunder sind Businessjets deshalb normalerweise mit zwei oder mehr Triebwerken ausgestattet. Cirrus Aircraft jedoch geht mit dem sogenannten Vision Jet einen neuen Weg bei der Sicherheit. Der Flieger kommt mit nur einem Turbofantriebwerk aus. Dafür besitzt er ein Fallschirm-Rettungssystem.

Im Oktober erhielt der Vision Jet die amerikanische Luftfahrtzulassung. Erste Auslieferungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Die Begeisterung beim Hersteller ist riesig. «Ein großer Tag für Cirrus und die Luftfahrtindustrie», so Chef Dale Klapmeier. Denn obwohl das System in kleinen Propellermaschinen schon lange zum Einsatz kommt, galt es für den Einsatz im Jet technische Hürden zu überwinden.

Doppelt so groß wie im Propellerflugzeug

In einem Notfall muss der Autopilot den Jet zunächst abbremsen. Der Fallschirm über dem Triebwerk wird erst bei einer Geschwindigkeit zwischen 120 und 300 Kilometern pro Stunde ausgelöst. An diesem soll die Maschine dann möglichst sanft zu Boden gleiten. Bei der Reisegeschwindigkeit von etwa 550 Stundenkilometern würde der Rettungsschirm nicht funktionieren.

Cirrus stattet alle seine Flugzeuge serienmäßig mit Fallschirmen aus. In den neuen Jet musste allerdings ein mehr als doppelt so großer Schirm eingebaut werden, als in den Propellerflugzeugen des Herstellers. Dort hat sich der Flugzeug-Fallschirm nach Angaben von Cirrus seit den Achtzigerjahren schon für mehr als 100 Menschen als Lebensretter erwiesen.

Für viele Flugzeuge keine Option

Das Fallschirm-Rettungssystem sei in der Luftfahrt in kleinen Propellerflugzeugen mittlerweile ein ähnlicher Retter wie der Airbag im Auto, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Für schnelle oder schwere Flugzeuge ist es allerdings keine Option. Zudem funktioniert das System erst ab einer bestimmten Höhe und der Pilot oder ein Passagier muss den Notfall erkennen und dazu in der Lage sein, den Fallschirm manuell auszulösen.

Mehr zum Thema

Dass beide Triebwerke ausfallen, ist eine absolute Seltenheit.

Wie weit man ohne Triebwerk kommt

Cirrus SF50 Vision Jets: Dürfen aktuell nicht mehr fliegen.

Cirrus Vision Jets müssen am Boden bleiben

Rendering der Eclipse 700: Neuer Businessjet im unteren Preissegment.

Prototyp der Eclipse 700 meistert Erstflug

In der Embraer Phenom 100 Ev finden 4 bis 7 Passagiere Platz.

Embraer spendiert der Phenom 100 ein Update

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin