HongkongChina verbannt protestierende Cathay-Pacific-Crews

Piloten und Flugbegleiter von Cathay Pacific dürfen nicht mehr auf Flügen nach Festlandchina zum Einsatz kommen, wenn sie an Protesten teilgenommen haben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die Proteste in Hongkong haben immer größeren Einfluss auf die Luftfahrt. Nachdem die heimische Cathay Pacific bereits einen Rückgang der Buchungen verkündet hatte, starteten Demonstranten am Freitag (9. August) einen Sitzstreik im Flughafen. Der Protest für Demokratie und gegen Regierungschefin Carrie Lam dort soll drei Tage dauern.

Die politische Führung in Peking hatte in den vergangenen Tagen den Ton gegenüber den Protestierenden verschärft. Sie hat die Demonstranten als Kriminelle bezeichnet. Nun geht auch die Luftfahrtbehörde Civil Aviation Administration of China CAAC gegen Angestellte von Cathay Pacific vor, die sich an den Protesten beteiligen.

Ohne Crewlisten droht Luftraum-Verbot

Wie die Zeitung South China Morning Post berichtet, erließ die Behörde die Anordnung, dass Piloten und Flugbegleiter von Cathay Pacific nicht auf Flügen zu Zielen in Festlandchina zum Einsatz kommen dürfen, wenn sie an «radikalen Aktivitäten», «illegalen Protesten» oder «gewalttätigen Aktionen» teilgenommen haben. Ab Sonntag fordert die CAAC von der Fluglinie zudem Crewlisten mit Informationen. Liegen diese nicht vor, dürfen die Flugzeuge nicht in den chinesischen Luftraum einfliegen.

Bis kommenden Donnerstag muss Cathay Pacific zudem darlegen, wie sie ihre internen Sicherheitskontrollen verschärft. «Vor Kurzem wurde ein Pilot von Cathay Pacific, der an gewalttätigen Aktivitäten beteiligt war, wegen Unruhen angeklagt, aber die Person wurde nicht vom Flugdienst suspendiert», zitiert die Zeitung aus dem Schreiben der Behörde. Zudem hätten Airline-Mitarbeiter böswillig Informationen über Passagiere durchsickern lassen. All das stelle ein Sicherheitsrisiko dar, so die CAAC.

Informationen über Polizisten veröffentlicht

Gemäß dem Blatt war ein Pilot der Airline neben Dutzenden anderen Leuten nach Polizeirazzien gegen Protestierende angeklagt worden. Cathay Pacific hatte vor der aktuellen Anordnung der Behörde erklärt, man werde Mitarbeiter nicht daran hindern, an den Protesten teilzunehmen. Die Airline geriet auch in die Kritik, weil in sozialen Netzwerken Informationen über die Flüge von Hongkonger Polizeibeamten auftauchten. Die Fluggesellschaft erklärte nun, sie studiere die aktuelle Anweisung sehr genau und nehme sie sehr ernst. Die Sicherheit habe stets oberste Priorität.

Hongkong ist eine ehemalige britische Kronkolonie. 1997 ging sie an China zurück und ist seitdem eine Sonderverwaltungszone mit eigener Regierung und freier Marktwirtschaft. Garantiert ist das allerdings nur bis 2047. Im Gegensatz zu den Menschen in der kommunistischen Volksrepublik China haben die Einwohner Hongkongs Freiheiten bei Meinungsäußerungen und Versammlungen.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Cathay: Die Demonstrationen haben Folgen.

Proteste lassen Buchungszahlen von Cathay sinken

Platz 3: Hongkong (im Bild) - Taipei, 4,57 Millionen Sitze. Im Jahr 2019 belegte diese Strecke noch Platz 1.

Proteste treffen auch Luftverkehr in Hongkong

Der umlackierte Airbus A319: Trägt nun den Schriftzug Xizang Airlines.

Heißt Tibet Airlines bald nicht mehr Tibet Airlines?

ticker-china

China bestätigt Bestellung von 200 Flugzeugen bei Boeing

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies