Airbus A350 von Cathay: Die Demonstrationen haben Folgen.

HongkongProteste lassen Buchungszahlen von Cathay sinken

Seit Wochen protestieren Bürger in Hongkong für Demokratie. Das spürt auch die heimische Fluglinie Cathay Pacific bereits.

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Ein hoher Vertreter Pekings spricht von der «ernstesten Lage seit der Rückkehr zu China». Die Zentralregierung in Peking sei «hochbesorgt» über die Entwicklung in Hongkong, so Zhang Xiaoming, der für die Sonderverwaltungszone zuständig ist, gemäß der Zeitung Guardian weiter. Denn die Proteste in der Wirtschaftsmetropole ebben nicht ab, obwohl das umstrittene Auslieferungsgesetz auf Eis gelegt wurde.

Die nun schon acht Wochen andauernden Auseinandersetzungen haben bereits spürbare Folgen für den Tourismus. Wie Wong Chun-tat, Präsident des Travel Industry Council of Hong Kong, der Zeitung South China Morning Post erklärte, wirken sie sich stark auf die Besucherzahlen aus. Die Hotels der chinesischen Sonderverwaltungszone erwarteten in der zweiten Jahreshälfte ein zweistelliges Minus bei den Buchungen, so der Branchenvertreter.

Sparprogramm wirkt

Auch Cathay Pacific spürt die Zurückhaltung vieler Reisenden. Die Proteste in Hongkong hätten die Zahl der anreisenden Passagiere im Juli reduziert, erklärt Gruppen-Präsident John Solsar in einer Stellungnahme. «Und sie wirken sich negativ auf Buchungen in den kommenden Monaten aus.» Dass nach Großbritannien, Irland und Japan zuletzt auch Australien  die Reisehinweise für Hongkong verschärft hat, hilft da sicher nicht.

Eigentlich sieht sich Cathay Pacific aber auf gutem Wege. 2018 arbeitete sich die Fluggesellschaft dank eines Sparprogramms aus den roten Zahlen. Und auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verbesserten sich die Ergebnisse weiter. Nach einem Verlust von 263 Millionen Hongkong-Dollar in der Vorjahresperiode resultierte im ersten Halbjahr 2019 für die gesamte Gruppe ein Gewinn von 1347 Millionen Hongkong-Dollar oder umgerechnet 153 Millionen Euro.

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