Boeing 737 von Aeroflot: Darf weiterhin fliegen.

Drohung von LizenzentzugChaos um Boeing 737 in Russland

Die russische Luftfahrtbehörde MAK wollte allen Boeing 737 die Lizenz entziehen. Rosawiatsia als andere verantwortliche staatliche Stelle, wollte davon nichts wissen. Die Flieger fliegen denn auch weiter.

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Eigentlich klingt es ziemlich beunruhigend. Russlands Luftfahrt-Regulierungsbehörde MAK hat sämtlichen Boeing 737 das Lufttüchtigkeits-Zertifikat entzogen. Laut russischen Medien bezieht sich die Agentur in ihrer Begründung auf den Absturz einer Boeing 737 von Tatarstan Airlines in Kazan im November 2013. Der Flieger war beim Go-Around abgestürzt. In der Folge, so heißt es von der Behörde, habe man Boeing angewiesen, Verbesserungen an der 737 vorzunehmen.

Das sei nicht geschehen. Die Luftfahrt-Behörde Rosawiatsia habe von Boeing Beweise verlangt, dass man den Flieger überarbeitet habe und der sicher sei. Diese Beweise habe Boeing nicht erbracht. Daher der Lizenzentzug. Soweit, so gut. Das einzige Problem: Die Boeing 737 fliegen weiterhin in Russland umher. Denn wie Rosawiatsia nach dem Schreiben MAK mitteilte, hat diese nicht die Befugnis, das Grounding eines Flugzeugtypen auszurufen. Das kann nur Rosawiatsia selbst.

Neuer Bericht über Absturz

Offenbar steht die Veröffentlichung eines Berichts über den Crash von Tatarstan Airlines kurz bevor. Vorherige Berichte der Ermittler hatten eigentlich ergeben, dass es keine technischen Probleme gab. Die wahrscheinlichste Ursache für den Absturz sei gewesen, dass die relativ unerfahrenen Piloten plötzlich desorientiert gewesen seien und deshalb die Kontrolle über den Flieger verloren hatten. Was in dem nächsten Bericht stehen soll, ist nicht bekannt.

Dennoch macht Rosawiatsia keine Anstalten, die 737 zu grounden – wohl auch, weil das den russischen Flugbetrieb ziemlich durcheinanderbringen könnte. Hunderte Jets des Typen sind in Russland in Betrieb. Auch die Staatsairline Aeroflot fliegt mit den US-Jets. Von Boeing heißt es, dass man sich am Freitag mit den russischen Behörden zusammensetzen werde und die Gelegenheit diskutieren werde. Die Boeing 737 sei weiterhin ein sicheres Flugzeug. Und inzwischen hat MAK die eigene Entscheidung bereits wieder widerrufen.

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