Eurowings-Flieger: Derzeit kommt es zu Problemen.

AnnullierungChaos bei letztem Seattle-Flug von Eurowings

Eigentlich hatte Eurowings die Probleme mit Verspätungen und Ausfällen in den Griff bekommen. Doch nun scheint es ein Déjà-vu zu geben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Als Eurowings auf der Langstrecke startete, hatte sie wegen einem fehlendem Reserveflugzeug mit gigantischen Verspätungen und unzufriedenen Kunden zu kämpfen. Die Lufthansa- Billigtochter bekam das aber nach und nach in den Griff. Was dieser Tage geschah, ist hingegen wie ein Déjà-vu: Mehrere Flüge waren stark verspätet oder annulliert und Passagiere fühlten sich von der Airline im Stich gelassen.

Besonders bei einem Umlauf lief einiges schief: Dem zwischen Köln und Seattle, der noch dazu auch der letzte der Saison war. Bereits der Flug vom Samstag (23. September) in die Stadt im Nordwesten der USA fiel aus, wie die Fluglinie bestätigt. Dadurch fand auch der Rückflug am Sonntag nicht statt. «Der Flug EW169 von Seattle nach Köln konnte nicht wie geplant pünktlich starten» so eine Sprecherin.

10 Stunden gewartet

Aufgrund eines technischen Defekts am Flugzeug und den sich daraus ergebenen Folgeverspätungen habe der Flug schließlich annulliert werden müssen. Das Problem: Passagiere, die mit der Maschine aus Seattle hätten nach Hause fliegen sollen, beklagen sich, dass sie darüber nicht informiert worden seien. «Am Samstag um 15.45 Uhr hätte der Flug in Seattle starten sollen» so eine Passagieren, zu aeroTELEGRAPH. Sie habe schließlich erfahren, dass bereits der Hinflug annulliert wurde.

Darüber habe man sie nicht informiert. «Wir warteten zehn Stunden am Flughafen, um mehr Informationen zu erhalten. Jetzt eineinhalb Tage später, haben wir immer noch keinen Ersatzflug, obwohl sie uns den versprochen haben.» «Das kann nicht sein, dass sich hier keiner meldet», schrieb eine andere Passagierin auf Facebook. Gegen 18 Uhr am Montag (25. September) saß die Studentin immer noch in Seattle fest. Das hatte für die junge Frau Folgen.

143 Passagiere betroffen

«Ich habe exakt seit heute Anwesenheitspflicht in der Uni - und wenn ich zu oft fehle, muss ich das Modul wiederholen, auf dem andere aufbauen, die ich nächstes Jahr nicht machen kann. Das heißt ich studiere ein Semester länger», schreibt sie weiter. Hotel und Essensgutscheine habe sie auch nicht mehr. Daher habe sie nun auf eigene Kosten einen anderen Flug gebucht. Eine andere Frau schreibt: «Ich sitze jetzt schon über 24 Stunden am Flughafen in Seattle mit vielen anderen Mitreisenden fest. Der Flug von Seattle nach Köln wurde ersatzlos gestrichen. Die Kommunikation ist mehr als schlecht. Wir bekommen immer nur die Nummer von der Hotline, die uns auch immer wieder nur vertröstet. Angeblich sollen wir in 2 Tagen zurückfliegen und dabei haben viele andere noch nicht mal einen Rückflug erhalten und warten.» Es sind nur drei Reaktionen von vielen.

Zu den Beschwerden äußert sich Eurowings nicht näher. «Wir entschuldigen uns bei allen Passagieren für die entstandenen Unannehmlichkeiten», so die Sprecherin. Die Sicherheit der Passagiere habe zu jeder Zeit oberste Priorität. «Betroffen waren 143 Passagiere, die in Hotels untergebracht wurden und auf Flüge anderer Airlines umgebucht wurden.»

Mehr zum Thema

Eurowings-Werbung wird zum Bumerang

Eurowings-Werbung wird zum Bumerang

Aussteigen und den Urlaub beginnen: Das dauerte für viele Condor-Kunden dieses Wochenende um einiges länger als geplant.

Mehr als 40 Stunden Verspätung bei Condor

Boeing 767 von Azur Air: Start mit Schwierigkeiten.

Azur Air in der Eurowings-Falle

Jett, der Seeotter: Ob das Maskottchen hilft, den Namen SEA zu verbreiten?

Flughafen Seattle will SEA statt Sea-Tac genannt werden – Einheimische pfeifen drauf

Video

airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier