Jett, der Seeotter: Ob das Maskottchen hilft, den Namen SEA zu verbreiten?

Marketing vs. GewohnheitFlughafen Seattle will SEA statt Sea-Tac genannt werden – Einheimische pfeifen drauf

Der Flughafen der Metropole im Nordwesten der USA kennt man überall – nur beim Namen sind sich nicht alle einig. Der Betreiber will den Iata-Code SEA zum offiziellen Markenzeichen machen. Doch die Menschen vor Ort sagen dem Airport unbeirrt weiterhin Sea-Tac.

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Der Flughafen zwischen Seattle und Tacoma ist weltbekannt. Aber beim Namen herrscht Uneinigkeit. Offiziell möchte die Betreiberin Port Authority of Seattle, dass er künftig konsequent nach seinem Iata-Kürzel SEA bezeichnet wird. So wie JFK oder LAX. Doch in der Region stößt der Wunsch auf wenig Gegenliebe. Für die meisten Einheimischen bleibt der Seattle-Tacoma International Airport schlicht Sea-Tac, die Abkürzung für die beiden Anliegergemeinden.

Aus Sicht des Flughafens ist der Vorstoß vor allem eine Frage des Marketings. International wachsende Bedeutung, immer mehr Langstreckenverbindungen und ein globales Publikum sprächen für die Nutzung des Iata-Codes. «Internationale Reisende erkennen SEA – mit Sea-Tac können viele nichts anfangen», argumentiert ein Sprecher des Flughafens zum Sender NPR.

Sea-Tac sehen viele als Teil der lokalen Identität

Tatsächlich steht SEA seit Jahrzehnten auf Tickets, Gepäckanhängern und Anzeigetafeln weltweit. Der Versuch, die Bezeichnung stärker in den Alltag zu bringen, läuft bereits seit 2020. Bislang aber nicht sehr erfolgreich. In sozialen Netzwerken machten viele klar, dass sie ihre gewohnte Bezeichnung nicht aufgeben wollen.

Sea-Tac sei Teil der lokalen Identität, ein Begriff mit Geschichte. Und Geschichte hat der Flughafen reichlich, auch mit Namensdebatten: Frühere Versuche, ihn nach Politikern oder Industriegrößen zu benennen, scheiterten jeweils schnell am Widerstand der Bevölkerung.

Sea-Tac sehen viele als Teil der lokalen Identität

Ganz verbieten will der Flughafen den Spitznamen allerdings nicht. Niemand werde Einheimische korrigieren, die weiter von Sea-Tac sprechen. Der Fokus liege klar auf internationalen Gästen, gerade mit Blick auf Großereignisse wie die Fußball-WM 2026. Auf dem Gelände selbst taucht SEA inzwischen überall auf, von Programmen über neue Beschilderung bis hin zu Marketingkampagnen.

Ob sich das durchsetzt, ist offen. Wahrscheinlich wird der Flughafen auch künftig zwei Namen haben: einen für die Welt – und einen für die Menschen vor Ort.

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