Bombardier Global Express landet in Las Vegas: Businessjet-Anbieter melden einen Nachfrageboom.

40 Prozent mehr FlugstundenWährend Airlines leiden, erlebt die Geschäftsfliegerei dank US-Shutdown einen Boom

Während in den USA Tausende Flüge aufgrund des Shutdowns der Regierung ausfallen, erlebt die Geschäftsluftfahrt einen regelrechten Boom. Es ist schon die Rede vom stärksten Monat seit 20 Jahren.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nachdem der US-Senat für den Übergangsetat gestimmt hat, rückt ein Ende der Haushaltssperre näher. Damit der Haushalt in Kraft treten kann, sind in den kommenden Tagen noch weitere Entscheidungen nötig. Zunächst muss das US-Repräsentantenhaus zustimmen und im letzten Schritt muss US-Präsident Trump das Gesetz unterzeichnen.

Doch auch nach einem Ende der Haushaltssperre wird es noch einige Zeit dauern, bis Staatsbedienstete ihre ausstehenden Gehälter vollständig nachgezahlt bekommen. Nach dem Shutdown 2019 dauerte es fast zwei Monate, bis alle Nachzahlungen abgewickelt waren. Der Luftverkehr in den USA wird nicht so schnell zur Normalität zurückfinden.

Business Aviation boomt

Seit Beginn der Haushaltssperre am 1. Oktober fielen abertausende Flüge aus. Gleichzeitig wiederholt sich ein Phänomen, das bereits während der Pandemie auftrat: Die private Luftfahrt, vor allem die Geschäftsluftfahrt, erlebt einen Boom. Die New York Times bezeichnet den Oktober schon als stärksten Monat der Branche seit 20 Jahren.

Laut dem Business-Aviation-Tracker Wingx verzeichnete der Privatjet-Markt im vergangenen Monat 245.000 Abflüge. Das entspricht einem Anstieg von über 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die höchste Nachfrage kam dabei aus den US-Bundesstaaten Florida, Texas und Kalifornien, die zusammen mehr als 30 Prozent der gesamten Privatjet-Aktivität im letzten Monat ausmachten.

Flexjet meldet 40 Prozent mehr Flugstunden im November

Business-Aviation-Anbieter melden Rekordbuchungen. Flexjet verzeichnete im Oktober einen Anstieg der Flugstunden um über 20 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat. In der ersten Novemberwoche stiegen die Flugstunden sogar um mehr als 40 Prozent. Magellan Jets verbuchte den bisher geschäftigsten Monat des Jahres mit 17 Prozent mehr Nachfrage als im Vormonat. Cirrus Aviation Services hat im Oktober 928 Flüge durchgeführt, ohne eine einzige Stornierung.

Es ist allerdings nicht so, dass es keine Auswirkungen für die private Luftfahrt gibt. Am Sonntag (9. November) kündigte die US-Luftfahrtbehörde FAA an, auch die private Luftfahrt einzuschränken. Betroffen sind die zwölf verkehrsreichsten Flughäfen des Landes. Allerdings sind zahlreiche wichtige Flughäfen, wie an Nuys in Kalifornien und Palm Beach in Florida, nicht davon betroffen und können weiter relativ normal genutzt werden.

Privatjetflüge sind im Trend

Auch an den General-Aviation-Terminals kommt es zu Verzögerungen und Gedränge, allerdings in deutlich geringerem Maße als bei Linienflügen. «Statt 200 Menschen in der Schlange für den United Club sind es vielleicht 20. Man entgeht dem Chaos nicht komplett, aber man reduziert es deutlich», erklärt Doug Gollan, Gründer von Private Jet Card Comparisons und Beobachter der Business-Aviation-Branche, gegenüber der New York Times.

Doch der Shutdown ist nicht der einzige Grund für den Boom der Geschäftsluftfahrt in den USA. Schon vor der Krise zeichnete sich ein breiterer Trend zu Privatjet-Flügen ab. Führungskräfte und Branchenanalysten nennen Bequemlichkeit und Zeitersparnis als Hauptgründe. «Die Airlines werben indirekt für Privatjets: Das Reiseerlebnis wird nicht besser, sondern es wird immer schlechter», sagt Gollan.

Unabhängiger Luftfahrtjournalismus braucht Auftrieb. Bei aeroTELEGRAPH arbeitet ein Team erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten, das die Branche seit Jahren begleitet. Für den Preis von weniger als einem Cappuccino im Monat lesen Sie werbefrei – und helfen, dass wir weiter kritisch und fundiert berichten können. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

New York La Guardia: Große Einschränkungen.

La Guardia und Newark müssen Flüge einschränken

Uniform der NTSB: Unfälle werden nicht mehr untersucht.

Essens-Spenden, keine Ermittlungen und Millionenverluste

Schusswaffe in der Handtasche: Kann man ja mal vergessen?

Delta-Passagierin geht mit geladener Pistole an Bord

Boeing 737 Max von American Airlines: Auf zwei Jets muss die Fluglinie zurzeit warten.

American muss auf 737 Max warten, Gulfstream auf G600

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin