Schlange von Flugzeugen am Flugzeugen Newark am Sonntag (9. November): Auf erfahrene Piloten mussten Rollwege nutzen, die sie bisher nicht kannten.

Auch nach dem Ende «Das hat nichts mit Newark oder den Lotsen zu tun, das ist viel größer» - Shutdown wird Luftfahrt in den USA noch lange beschäftigen

Der längste Regierungsstillstand in der Geschichte der USA bringt den Luftverkehr an seine Grenzen. Und selbst wenn er endet, wird der Shutdown die Branche noch lange beschäftigen. Denn bestehende Probleme haben sich dadurch weiter verschärft.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

«Das habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie erlebt» - mit diesen Worten richtete sich ein Pilot von United Airlines am Wochenende an die Reisenden. Stundenlang standen sie auf dem Vorfeld und warteten darauf, abheben zu können. Bilder und Videos zeigen die Szenen auch von außen: Dutzende Flugzeuge, die alle auf den Start warten.

«Das hat nichts mit der Airline zu tun, nichts mit Newark und nichts mit den Fluglotsen hier», so der Pilot weiter. «Das ist alles viel größer.» Und damit hat er Recht. Denn der Grund für das Chaos war der Shutdown der US-Regierung, infolgedessen die Mitarbeitenden der Flugsicherung keinen Lohn erhalten.

Und viel größer bleibt das Ganze auch. Denn auch wenn der Senat nun den Weg für das Ende des Shutdowns frei gemacht hat - bis im US-Luftverkehr Normalität einkehrt, dürfte noch einige Zeit vergehen. Tage bis Wochen dürfte es dauern, bis überhaupt wieder die normale Kapazität von Flügen angeboten werden kann, so Verkehrsminister Sean Duffy.

Personalmangel bei der Flugsicherung wird noch schlimmer

Und auch dann bleibt die Lage angespannt. Denn schon vor dem Shutdown herrschte bei der Flugsicherung enormer Personalmangel. Immer wieder kam es dazu, dass Tower unterbesetzt waren. Und viele Fluglotsinnen und -lotsen gehen ohnehin in nächster Zeit in Rente. Laut Duffy beschleunigt sich der Prozess. «Viele dürften sich nun früher zurückziehen und dann Jobs suchen, die nicht von einem Shutdown betroffen sein können.»

Und auch ganz akut dürfte sich für die Mitarbeitenden der Regierung nicht so schnell etwas ändern. Denn wenn der Shutdown beendet wird, dauert es, bis das Geld wieder fließt. Beim Shutdown 2019 waren es ganze zwei Monate. Es dürfte also weiterhin dazu kommen, dass Lotsinnen und Lotsen der Arbeit fernbleiben, um anderswo Geld zu verdienen.

Airlines haben in Sachen Kundenservice noch viel vor sich

Für Fluggesellschaften gilt es, einen ganzen Rattenschwanz an Umbuchungen und Rückerstattungen zu managen. Aufgrund der massiven Streichungen wird es nicht gelingen, alle Reisenden unterzubringen.

«Täglich zehn Prozent der Flüge zu streichen, ohne den Rest des Systems zu destabilisieren, ist praktisch unmöglich. Das wird die Airlines noch Wochen beschäftigen – selbst wenn der Shutdown endet», so der ehemalige Jetblue-Manager Eash Sundaram zum Nachrichtensender CNN. Die Regierung hatte Fluggesellschaften vor einigen Tagen zur Streichung aufgerufen, damit die Sicherheit an wichtigen Drehkreuzen weiterhin gewährleistet bleiben kann. Kurz danach traf es auch die Allgemeine und Geschäftsluftfahrt.

Trump drohte Lotsinnen und Lotsen, die derzeit nicht arbeiten

Präsident Donald Trump forderte am Montag (10. November) die Lotsinnen und -lotsen auf, «JETZT wieder zur Arbeit zu gehen!!!». Er forderte einen Bonus von 10.000 US-Dollar für jene, die weiterarbeiten, und schlug vor, denen, die nicht arbeiten, den Lohn zu kürzen.

Mehr zum Thema

ticker newark ewr new york

Masernwarnung für Reisende am Flughafen New York-Newark

ticker newark ewr new york

Funkprobleme legen Newark lahm – FAA senkt Kapazität

ticker newark ewr new york

FAA verlängert Begrenzung der Flugbewegungen in Newark bis 2026

ticker newark ewr new york

Newark: Dritte Piste wieder geöffnet - früher als geplant

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack