Businessjets und Kleinflugzeuge an einem US-Airport: Jetzt auch betroffen.

Zwölf Airports betroffenShutdown in den USA: Nun trifft es auch die Allgemeine und Geschäftsluftfahrt

Die Fluggesellschaften in den USA müssen als Folge der Haushaltssperre viele Flüge streichen. Jetzt unterbindet die Luftfahrtbehörde FAA auch Flüge der Business und General Aviation an zwölf Flughäfen. Dort gibt es nur wenige Ausnahmen.

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Am 5. November, dem 36. Tag des anhaltenden Shutdowns in den USA, gab Verkehrsminister Sean Duffy bekannt, dass die Flugkapazitäten an den 40 verkehrsreichsten Flughäfen des Landes ab Freitagmorgen (7. November) um zehn Prozent reduziert wird. Duffy bezeichnete die Maßnahme bei einer Pressekonferenz als «proaktiven Schritt».

Zunächst galten die Einschränkungen nur für Fluggesellschaften. Doch am 9. November hat die US-Luftfahrtbehörde FAA vorübergehend auch Flüge der Allgemeinen Luftfahrt und der Geschäftsluftfahrt an zwölf der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes verboten. Die Beschränkungen traten am 10. November um 0:00 Uhr Eastern Standard Time (EST) in Kraft.

Diese zwölf Flughäfen sind betroffen

Betroffen sind Atlanta, Boston, Chicago, Denver, Los Angeles, Newark, Phoenix, Seattle und Washington D.C. Neben diesen Großflughäfen gelten die Beschränkungen auch für wichtige Flughäfen der Allgemeinen Luftfahrt wie Teterboro, Dallas Love Field und Houston Hobby.

Die Behörde räumt begrenzte Ausnahmen ein. Diese gelten allerdings nur für stationierte Maschinen, Notfall- und Rettungsflüge, inklusive medizinischer Nottransporte, Polizei- und Feuerwehr-Einsätze, Militäroperationen sowie für Flüge mit Einzelfallgenehmigung.

NBAA fordert umgehendes Ende des Shutdowns

Ed Bolen, Präsident der National Business Aviation Association (NBAA), erklärte in einem Statement, die bekannt gegebenen Beschränkungen würden den Flugbetrieb der Geschäftsluftfahrt an diesen Flughäfen praktisch vollständig unterbinden und die Business Aviation damit unverhältnismäßig hart treffen. Bolen forderte den Kongress auf, den Shutdown und die damit verbundenen Flugbeschränkungen umgehend zu beenden.

Zumindest zeichnete sich seit dem späten Sonntagabend (9. November) eine vorläufige Lösung ab. Der Senat stimmte mit 60 zu 40 Stimmen dafür, über einen Übergangshaushalt aus dem Repräsentantenhaus zu beraten. Der Streit ist damit jedoch noch nicht beendet – weitere Verhandlungen sind nötig. Zudem könnte der Konflikt in nicht allzu ferner Zukunft neu aufflammen, da der Übergangshaushalt nur bis Ende Januar 2026 gilt.

Zehn Prozent der Flüge am Sonntag gestrichen

Zugleich müssen weiterhin viele Flüge bei den Airlines in den Vereinigten Staaten gestrichen werden, wie Auswertungen des Luftfahrtdatenanbieters Cirium zeigen. So fielen am 9. November rund 2600 von geplanten 25.900 Flügen aus, also von rund zehn Prozent.

Der Hintergrund von all dem: Der Shutdown, also die Haushaltssperre, trifft auch die FAA, die unter anderem für die Flugsicherung zuständig ist. Das führt zu Personalengpässen in Towern und Kontrollzentren, die für einen sicheren Flugbetrieb nötig sind.

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